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Lokales Umbau des Deichs am Elsterflutbett: Baustart wohl im Herbst 2020
Leipzig Lokales Umbau des Deichs am Elsterflutbett: Baustart wohl im Herbst 2020
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22:39 26.04.2019
Der östliche Deich (links) des Elsterflutbetts in Leipzig soll voraussichtlich ab Herbst 2020 umgebaut werden. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Seit mehr als sieben Jahren sind neue Hochwasserschutzmaßnahmen am so genannten Ratsholzdeich im Leipziger Süden im Gespräch. Nun wurde im Zuge des Planungsverfahrens ein wesentlicher Schritt bewältigt. Wie die Landesdirektion Sachsen (LDS) am Freitag bekannt gab, wurde das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Damit verfüge die Landestalsperrenverwaltung (LTV) als Vorhabenträgerin nun über Baurecht.

Dennoch werde es noch einige Zeit dauern, bis die Maßnahme umgesetzt werde, erklärt Axel Bobbe, LTV-Betriebsleiter für die Bereiche Elbaue, Mulde und Untere Weiße Elster. Der Beschluss und die zugehörigen Unterlagen würden zunächst öffentlich ausgelegt. Vom Vorhaben Betroffene hätten dann vier Wochen Zeit, in Widerruf zu gehen und gegebenenfalls Klage am Verwaltungsgericht einzureichen.

Baustart wohl frühestens Herbst 2020

„Falls die Maßnahme nicht beklagt wird, gehen wir in die Planungsphase, die etwa ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Das Vorhaben wird frühestens im Herbst 2020 starten“, so Bobbe. Die Bauzeit soll etwa zwölf Wochen betragen. Zuvor müsse noch die Ausschreibung erfolgen. Der Betriebsleiter rechnet mit Kosten in Höhe von einer Dreiviertel bis einer Million Euro.

„Das Ganze ist ein wichtiges Projekt für die Stadt Leipzig“, erklärt Bobbe. Der Ratsholzdeich erstreckt sich 2,4 Kilometer rechtsseitig entlang des Elsterflutbettes auf der Höhe des Auwalds bis zur Brücke des Schleußiger Wegs. Kernelement des Vorhabens ist die Schaffung eines Durchlasses, um kontinuierlich Wasser abführen zu können und damit den Deich zu entlasten. Auch sollen das Obere und das Untere Paußnitzsiel zurückgebaut werden. Weitere kleinere Maßnahmen sind geplant.

Das Vorhaben schaffe „die Voraussetzungen für die naturschutzfachlich wünschenswerten Überflutungen des Leipziger Ratsholzes in Bereichen, in denen keine schutzbedürftige Infrastruktur vorhanden ist“, heißt es in der Mitteilung der LDS. „Zur vollständigen Kompensation des Eingriffs wird ein naturferner Grabenabschnitt im Elsterhochflutbett auf einer Länge von 120 Metern naturnah umgestaltet.“

Von Christian Neffe

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