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Lokales Uni Leipzig beteiligt sich an „Institut für Zusammenhalt“
Leipzig Lokales Uni Leipzig beteiligt sich an „Institut für Zusammenhalt“
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16:54 02.10.2018
Universität Leipzig am Augustusplatz. Quelle: Swen Reichhold
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Leipzig

Die Universität Leipzig gehört zu einem Verbund aus bundesweit elf Hochschul- und Forschungseinrichtungen, die jetzt von der Bundesregierung mit dem Aufbau eines „Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ beauftragt werden. Von der fächer- und ortsübergreifenden Forschungsstelle erhofft sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) neben Erkenntnissen auch eine Versachlichung gegenwärtiger Debatten um Zugehörigkeit und Identität. Nach Medienberichten stehen für das Vorhaben bereits seit Anfang 2017 im Bundeshaushalt 37 Millionen Euro bereit.

Die Uni Leipzig bringt ihr Forschungsprojekt „Populismus und die Dialektik des Globalen“ in das Institut ein. Den Antrag haben Matthias Middell, Direktor des Centre for Area Studies, sowie der Historiker Dirk van Laak und der Theologe Gert Pickel gestellt. „Ich freue mich sehr“, sagt Uni-Rektorin Beate Schücking, die das Institut „auch persönlich für ein sehr wichtiges Projekt“ hält. Gratulationen kommen auch aus Dresden: „Mit ihrer Schwerpunktsetzung“, so Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD), würden die Leipziger Forscher „wichtige Erkenntnisse nicht nur über den Zusammenhalt in unserer bundesdeutschen Gesellschaft, sondern im globalen Funktionieren populistischer Erscheinungen einbringen“.

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Neben den Leipzigern wurden die Universitäten Bielefeld, Bremen, Frankfurt am Main, Halle-Wittenberg, Hannover, Konstanz, die TU Berlin und drei Institute aus Göttingen, Hamburg und Jena ausgewählt. Sie haben nun ein Jahr Zeit, ein Gründungskonzept zu erarbeiten. Leer geht dagegen die TU Dresden aus. Sächsische Oppositionspolitiker hatten beim ersten Bekanntwerden der Pläne 2017 befürchtet, eine CDU-nahe Denkfabrik um den Politologen Werner Patzelt sei geplant. Dagegen heißt es aus dem Bundesforschungsministerium, die Entscheidung sei „in einem wissenschaftsgeleiteten Wettbewerb“ gefallen.

Von mwö

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