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Uniklinikum Leipzig gründet erstes Zentrum für roboterassistierte Chirurgie in Sachsen

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17:03 27.02.2021
Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der UKL-Klinik für Urologie und Mitinitiator des neuen Zentrums für roboternavigierte Chirurgie, an einem da Vinci-OP-Roboter.
Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der UKL-Klinik für Urologie und Mitinitiator des neuen Zentrums für roboternavigierte Chirurgie, an einem da Vinci-OP-Roboter. Quelle: Stefan Straube/UKL
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Leipzig

Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist das erste Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie in Sachsen gegründet worden. Das Zentrum bündelt die am UKL vorhandene Expertise im Einsatz von roboter-, navigations- und IT-gestützten Systemen im Operationssaal und verbindet so Spezialisten aus zwölf Fachgebieten. Gemeinsames Ziel sei eine kontinuierliche und einheitliche Entwicklung dieser zukunftsorientierten Chirurgie, um vor allem die Patientensicherheit und Therapieerfolge stetig zu erhöhen und Synergieeffekte in der Behandlungseffektivität wirksam zu nutzen, teilte das UKL mit.

Zwei Roboter bereits seit zehn Jahren im Einsatz

Zwei solcher sogenannten „da Vinci“-Operationsroboter sind bereits seit mehreren Jahren in den OP-Sälen der Urologie, Gynäkologie und Chirurgie für komplexe Eingriffe im Einsatz. Für Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der UKL-Klinik für Urologie, waren die guten und langjährigen Erfahrungen mit den Robotern ausschlaggebend für die jetzige Zentrumsgründung. Die Assistenz des Robotersystems führe die minimal-invasive Chirurgie zu höchster Präzision. „Durch die geringe Größe der Eintrittsstellen sinkt die operationsbedingte Infektionsgefahr“, so der Mitinitiator des neuen Zentrums.

Stolzenburg sah die Notwendigkeit eines interdisziplinären Zentrums, da die Zahl und das Spektrum der Patienten, die für eine solche innovative Behandlung in Frage kommen, sich stetig vergrößert. Die OP-Methode sei zudem für die Patienten schonender und beschleunige so auch die Heilung.

Drittes Roboter-System in Planung

In der Neurochirurgie ist die Arbeit mit navigationsgestützten Systemen bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil bei minimal-invasiven Eingriffen. In Kürze wird am UKL ein drittes innovatives Roboter-System innerhalb eines OP-Neubaus eingerichtet. „Mit dem Neubau von drei Hybrid-Operationssälen, die im Jahr 2022 für die Versorgung zu operierender Patienten zur Verfügung stehen, wird eine neue Dimension in der Versorgung unserer Patienten erreicht“, beschreibt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig.

Mithilfe der intraoperativen Bildgebung mit Echtzeitkontrolle und Möglichkeiten der 3D-Rekonstruktion solle den Patienten eine höhere Sicherheit und eine Verringerung der mit der Operation verbundenen Belastung geboten werden, teilte das Universitätsklinikum Leipzig mit.

Von almu