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Lokales Unternehmerpreis "Via Oeconomica" in Leipzig verliehen
Leipzig Lokales Unternehmerpreis "Via Oeconomica" in Leipzig verliehen
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21:00 30.10.2018
Verleihung vom Leipziger Wirtschaftspreis Via-Oeconomia-Preis im Alten Rathaus in Leipzig. v.l. OBM Burkhard Jung ,Die Preisträger v.l. Norbert Gruss , Carina Röllig , Mathieu Jouan , Ulrich Fischer und Dr. Mathias Reuschel
Verleihung vom Leipziger Wirtschaftspreis Via-Oeconomia-Preis im Alten Rathaus in Leipzig. v.l. OBM Burkhard Jung ,Die Preisträger v.l. Norbert Gruss , Carina Röllig , Mathieu Jouan , Ulrich Fischer und Dr. Mathias Reuschel Quelle: André Kempner
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Leipzig

Dieser Preis hat Gewicht: Exakt sieben Kilogramm schwer ist die Bronze-Plakette, die in ihrer Gestaltung auf die Gründung Leipzigs am Schnittpunkt der mittelalterlichen Handelsstraßen „Via Regia“ und „Via Impera“ hinweist. Am Dienstagabend ehrte der Unternehmerverein „Gemeinsam für Leipzig“ in Kooperation mit dem Rathaus vier innovationsfreudige und Arbeitsplätze schaffende Firmen mit dem Wirtschaftspreis „Via Oeconomica“.

In der Kategorie „Handel“ wurde das Modehaus Fischer ausgezeichnet. Das vor 186 Jahren gegründete Familienunternehmen, eines der ältesten in Sachsen, hat heute in Mitteldeutschland 16 Filialen. „Diese Tradition ist schon wichtig für uns“, sagte Ulrich Fischer, der in sechster Generation die Geschäfte führt. Sie bedeute, nicht nur auf das Heute und Morgen zu schauen, „sondern eine langfristige Strategie zu haben“.

Nicht ganz so alt ist die Schaudt Mikrosa GmbH. Der Leipziger Maschinenbauer, der in der Kategorie „Produzierendes Gewerbe“ den Preis holte, ist aber immerhin auch schon 140 Jahren alt. Der Betrieb gehörte 25 Jahre lang zur Hamburger Körber-Gruppe, ist seit gut drei Monaten über die Muttergesellschaft United Grinding Group mit Sitz in Bern im Eigentum eines Investoren-Pools der Schweizer BZ- Bank. 1993 hatte Körber der Treuhand den einstigen VEB Mikrosa abgekauft, die neue Tochter dann in die Schweizer Schleifringgruppe integriert. 2009 legte Körber Mikrosa mit Schaudt aus Stuttgart zusammen, machte Leipzig ein Jahr später zur Zentrale der neuen Schaudt Mikrosa – und verlegt auch die komplette Produktion aus Stuttgart in das erst 2007 neu gebaute Leipziger Werk. Bei den spitzenlosen Außenrundschleifmaschinen und den Nockenwellenschleifmaschinen gilt Schaudt Mikrosa als Weltmarktführer.

Bei den „Dienstleistungen“ holte sich die Baugenossenschaft Leipzig die Auszeichnung. Das Unternehmen ist mittlerweile 120 Jahre alt und hat Generationen von Mietern ein Zuhause geboten. „Im Vordergrund stand immer der persönliche Kontakt zwischen den Menschen“, sagte Winfried Kurtzke, der für das Sozialmanagement der Genossenschaft zuständig ist. Deshalb verstehe er die Auszei9chung auch als Würdigung all jener, die sich in den vergangenen Jahren für das Unternehmen engagiert hätten.

Erst 2010 wurde die Webdata Solutions GmbH gegründet. Die Firma wurde in der Rubrik „Leipzig kommt“ geehrt. Die von den drei Gründerinnen entwickelte Software heißt Blackbee. Das Programm wird zur Wettbewerbsbeobachtung eingesetzt, sammelt und verarbeitet entsprechende Daten und soll damit unter anderem Entscheidungen über Preis und Sortiment unterstützen.

Der Preis wurde von Gemeinsam für Leipzig 2015 anlässlich der 1000-Jahr-Feier Leipzigs ins Leben gerufen und wird jährlich verliehen. Zu den ausgezeichneten Unternehmen gehören unter anderem die Leipziger Volkszeitung, der Konsum und der Großhändler Farben Schultze.

Ulrich Milde