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Lokales Leipziger Zooschule wird 50 Jahre alt
Leipzig Lokales Leipziger Zooschule wird 50 Jahre alt
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19:59 10.09.2019
Die Zooschule des Leipziger Zoos wird 50 Jahre alt. Schulkinder machen ihre Beobachtungen an der Tigertaiga. Quelle: Axel Kästner
Leipzig

Häufig sieht man im Leipziger Zoo Kinder, die hoch konzentriert mit Arbeitsblättern unterwegs sind, Beobachtungen machen, ankreuzen und abstreichen. Es sind Mädchen und Jungen, die einen Tag in der Zooschule verbringen. Kinder und Jugendliche von der zweiten bis zur zwölften Klasse werden täglich parallel von zwei Lehrern unterrichtet – zu Themen rund ums Tier und rund um die Natur, die ganz aktuell bei ihnen im Lehrplan stehen.

Unterrichtet wird im Freien und im Wohnhaus des Zoogründers

Wofür der Rüssel wichtig ist

„Die Grundschüler schauen sich zum Beispiel die Merkmale eines asiatischen Elefanten an, malen seine Füße oder beobachten, wofür der Rüssel wichtig ist“, erzählt Grundschullehrerin Sabine Kaatz (62). Ihr Kollege, Zooschulleiter Axel Kästner (55), betreut die älteren Jahrgänge. Die beackern dann Themen wie Regenwald, Artenschutz oder Evolution und arbeiten teilweise auch mit einer Smartphone-App. Jährlich kommen mehr als 11 500 Schüler aller Klassenstufen aus Leipzig und Umgebung.

Die Nummer eins in Sachsen

Am 1. September ist die Leipziger Zooschule 50 Jahre alt geworden, das wurde am Dienstag mit einem kleinen Festakt gefeiert. Die Einrichtung steht gewissermaßen auf drei Beinen: Die Stadt Leipzig, das Landesamt für Schule und Bildung und der Zoo teilen sich die Trägerschaft. Solche Schulen gibt es in Deutschland fast in jedem Zoo, „aber die Leipziger wird in Sachsen immer die Nummer eins sein“, kam ein dickes Lob von Ralf Berger, Präsident des Sächsischen Landesamtes für Schule und Bildung.

Im Wohnhaus des Zoogründers

Eröffnet wurde der „außerschulische Lernort“ am 1. September 1969 im „Schweizerhaus“, heute bekannt als Südamerika-Restaurant „Hacienda Las Casas“. Später mussten die Kinder Interimslösungen im Container hinnehmen. Dafür bezogen die jüngeren Generationen 2007 einen ziemlich exklusiven Platz: Seitdem befinden sich die beiden Unterrichtsräume im ehemaligen Wohnhaus von Zoogründer Ernst Pinkert, direkt neben dem Zoo-Haupteingang. In dem denkmalgeschützten Gebäude saß zu DDR-Zeiten und nach der Wende der Zoodirektor. Der ist inzwischen in den Verwaltungsneubau an der Pfaffendorfer Straße umgezogen.

Zoodirektor Jörg Junhold ist sich sicher, dass in Zukunft die Bedeutung der Zooschule eher noch wächst: „Wir müssen den jungen Generationen Bildung zum Anfassen, Riechen, Hören und Erleben bieten. Wer den Tiger gerochen, die Mimik der Schimpansen entschlüsselt oder den Zahn eines Elefanten gehalten hat, wird das Wissen für immer mit sich tragen.“ Das Ziel ist klar: Die Schüler sollen die Vielfalt und Einzigartigkeit der Natur erleben, damit sie ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass die Natur geschützt werden muss.

Von Kerstin Decker

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