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Lokales Verdacht auf Blaualgen im Bagger in Thekla
Leipzig Lokales Verdacht auf Blaualgen im Bagger in Thekla
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18:00 03.08.2018
Beliebter Ort zum Abkühlen: Das Naturbad Nordost, der Bagger in Thekla, soll wieder von Blaualgen befallen sein. Das Amt zieht am Montag Proben. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Die Gewässer in Leipzig sind trotz Hitze und Trockenheit alle hygienisch in Ordnung. Das teilte das Gesundheitsamt der Stadt auf Anfrage mit. Sorgen bereitet den Experten derzeit lediglich der sogenannte Bagger in Thekla.

Die Landestalsperrenverwaltung hatte in der vorigen Woche als erster vor einem verstärkten Blaualgenwachstum in seinen Stauanlagen im Südraum gewarnt. Der Stausee Rötha und das Speicherbecken Witznitz seien betroffen, hieß es. Um Hautreizungen zu vermeiden, sollte man mit dem Wasser nicht in Berührung kommen, Tiere sollten es nicht trinken, rieten die Wasserprofis.

Hitze beeinflusst Wasserqualität

In Leipzig beeinflusse die Hitze und die massenhafte Nutzung natürlich auch die Badegewässer, so Dr. Ingrid Möller von der Abteilung Hygiene des Gesundheitsamtes. Aber die beiden intensiv beprobten EU-Badegewässer Kulkwitzer See und Cospudener See seien nach wie vor in Ordnung. Zugute komme ihnen, dass sie als Tagebaufolgeseen sehr tief seien, damit der Wasserkörper sehr groß.

Beliebter Ort zum Abkühlen: Das Naturbad Nordost, der Bagger in Thekla, soll wieder von Blaualgen befallen sein. Das Amt zieht am Montag Proben. Quelle: Andre Kempner

Ebenfalls noch in Ordnung seien die wilden Badestellen wie der Kanal in Burghausen, die Kiesgrube in Kleinpösna oder das Naturbad Südwest nahe Großzschocher. Diese würden aber weniger häufig beprobt.

Hinweis auf Blaualgen im Naturbad Nordost

Am Donnerstag habe sie aber einen Hinweis auf ein größeres Blaualgenvorkommen im Naturbad Nordost, dem sogenannten Bagger in Thekla erhalten, so Möller. Blaugrüne Schlieren würden schon darauf schwimmen, habe es geheißen. Am Montag werde sie selber Proben nehmen, weitere Maßnahmen vom Ergebnis abhängig machen.

Bereits im Vorjahr sei der Bagger von Blaulagen befallen gewesen. Die Algen, die biologisch gesehen eigentlich Cyanobakterien sind, seien schwierig wieder aus einem Gewässer herauszubekommen, erläuterte Möller. „Aber soweit wie im Vorjahr, als wir vor dem Baden im Bagger gewarnt haben, sind wir jetzt noch nicht“, erklärte sie. Montag wisse sie mehr.

Faustformel für Badegäste

Das Wasser selber schien am Freitagmorgen noch klar zu sein. Die Sichttiefe sei eines der Kriterien für die Wasserqualität, sagte Möller. Als Faustformel gelte, dass ein Badegast seine Füße sehen können sollte, wenn er bis zu den Knien im Waser stehe. Gelinge das nicht, soll man dort nicht baden.

Das Verschlucken von Wasser, das mit Cyanobakterien durchsetzt ist, kann zu starkem Durchfall sowie Haut- und Schleimhautreizungen führen. Als besonders gefährdet gelten Kinder, die im Uferbereich spielen und unbeabsichtigt Sand und Wasser aufnehmen.

Von Jörg ter Vehn

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