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Lokales Viel zitiert: Mehrere Leipziger Forscher auf Weltbestenliste
Leipzig Lokales Viel zitiert: Mehrere Leipziger Forscher auf Weltbestenliste
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23:00 19.12.2017
Professor Alfred Wiedensohler (Mitte) vom Leipziger Tropos-Institut gehört bereits zum vierten Mal in Folge zu den weltweit am meisten zitierten Wissenschaftlern. Quelle: Tropos
Leipzig

Auf der Weltbestenliste der meistzitierten Wissenschaftler für das Jahr 2017 sind jetzt mehrere Experten von Leipziger Forschungseinrichtungen verzeichnet. Wer im Ranking „Highly Cited Researchers“ auftaucht, gilt auf seinem Gebiet als einer der international federführenden Spezialisten. Insgesamt sind rund 3400 Gelehrte in 21 natur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen genannt. Bereits zum vierten Mal in Folge wurde Professor Alfred Wiedensohler vom hiesigen Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (Tropos) in der Kategorie Geowissenschaften gelistet. Am Tropos leitet er die Abteilung für experimentelle Aerosol- und Wolkenmikrophysik und befasst sich intensiv mit der Feinstaubproblematik. Nach 2014 konnte Professor Jean-Jacques Hublin vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (Eva) jetzt wieder bei dem renommierten Ranking punkten. Der Chef der Eva-Abteilung für Humanevolution ist in der Sparte Sozialwissenschaften aufgeführt und sorgte in diesem Jahr unter anderem mit dem Befund für Schlagzeilen, dass sich der Homo sapiens schon vor rund 300 000 Jahren in ganz Afrika entfaltet hatte.

Das Helmholtzzentrum für Umweltforschung Leipzig/Halle (UFZ) hat gleich zwei der meistzitierten Spezialisten im Bereich Umweltwissenschaften in seinen Reihen. Wie schon in den letzten drei Jahren kommt Professor Ingolf Kühn vom UFZ-Department für Biozönoseforschung 2017 in der Liste zu Ehren. Er gilt als Top-Experte für Makroökologie. Der ebenfalls beim Ranking vertretene Professor Stan W. Harpole leitet das UFZ-Department für physiologische Diversität und wirkt zugleich am hiesigen Biodiversitätsforschungszentrum. Harpole untersucht mit seinem Team, inwieweit Arten in der Lage sind, auf Umweltveränderungen zu reagieren.

Ganz auf der Höhe der Zeit ist das Ranking in zwei Leipziger Fällen nicht. Zum einen taucht Professor Matthias C. Angermeyer in der Kategorie Psychologie/Psychiatrie auf – als Arbeitsort wird die hiesige Alma mater angegeben. Allerdings wurde der frühere Direktor der Uni-Klinik für Psychiatrie 2006 emeritiert, ist seit 2009 Gastprofessor im italienischen Cagliari und führt außerdem am Center for Public Mental Health im österreichischen Gösing die Geschäfte. Bereits im letzten Jahr wurde er bei dem Ranking als Leipziger Mediziner deklariert, 2014 war Angermeyer in der Liste noch der Uni in Cagliari zugeordnet worden. Den Wechsel Korbinian Strimmers von der Leipziger Universität nach England haben die Ranking-Produzenten noch immer nicht mitbekommen. Wie schon 2015 und 2016 ist er erneut in der Sparte Computer Science gelistet und mit University Leipzig adressiert. Aber er gab 2014 seine Professur für medizinische Statistik und Bioinformatik an der Alma mater auf und arbeitet aktuell an der Uni in Manchester.

Von Mario Beck

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