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Lokales Virtual-Reality-Zeitreise in der Nationalbibliothek
Leipzig Lokales Virtual-Reality-Zeitreise in der Nationalbibliothek
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14:01 02.09.2019
Mit Virtual-Reality-Brillen sollen Besucher die Ausstellung im Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek erkunden. Quelle: Christian Modla
Leipzig

„Ich habe es auch mal ausprobiert – es war ziemlich ungewohnt, aber meine Tochter ist sofort damit klargekommen“, erzählt Stephanie Jacobs, Leiterin des Buch- und Schriftmuseums, das zur Deutschen Nationalbibliothek gehört. „Doch genau darum soll es gehen: Junge Menschen für unsere Themen zu begeistern.“

Neue Maßstäbe – 1931 und 2019

Jacobs spricht von Virtual Reality (VR). Ein Konzept, das den Besucher mittels einer VR-Brille in fremde Welten eintauchen lässt. Die Nationalbibliothek setzt ihren Fokus auf das Jahr 1931, als eine Gruppe um Bauhaus-Begründer Walter Gropius eine Ausstellung entwickelte, die heute als Pionierleistung gilt. Die Nationalbibliothek fühlt sich dem Bauhausstil sehr verbunden, hat sie doch den Bauhaus-Lesesaal. 106 Stahlrohr-Freischwinger – nirgends auf der Welt sind es mehr – laden den Besucher zum Lesen ein.

Vom 6. bis 8. September können die Besucher im Buch- und Schriftmuseum gezeigt werden einen Blick zurück werfen. „Auf diese Ausstellung, die neue Maßstäbe setzte – mit einer Technik, die neue Maßstäbe setzen wird“, erklärt Jacobs. Dank Virtual Reality werden Inhalte nicht mehr nur über Texte vermittelt, vielmehr spielt die optische und räumliche Wahrnehmung eine Rolle. Jacobs spricht von einer „neuen medientechnischen Erfahrung“ und dem „Versuch, Themen neu zu verarbeiten.“

Dualismus von Druckerpresse und Virtual Reality

Kontext der Ausstellung, die unter anderem von der Universität Erfurt konzipiert wurde, ist der Tag des Offenen Denkmals. Passenderweise steht dieser unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Die Leiterin des Buch- und Schriftmuseums hat genaue Vorstellungen für den Aufbau der Ausstellung. Den Eingangsbereich mit der Druckpresse hat sie ins Auge gefasst. Der Grund? „Die Druckerpresse war ein Umbruch, der als Meilenstein zur Entstehung der Massenmedien gilt. Gleichermaßen sehen wir Virtual Reality als technischen Umbruch, der für zukünftige museale Projekte eine große Rolle spielen wird.“

Die Nationalbibliothek fühlt sich dem Bauhausstil sehr verbunden, hat sie doch den Bauhaus-Lesesaal. 106 Stahlrohr-Freischwinger – nirgends auf der Welt sind es mehr – laden den Besucher zum Lesen ein.

Virtual Reality soll ausgeweitet werden

„Als Museum und Bibliothek stehen wir vor der ständigen Herausforderung, neu zu denken und unsere Daseinsberechtigung zu hinterfragen“, sagt Jacobs. Auch deshalb freue sie sich auf die drei Tage und die Resonanz der Besucher. Das Buch- und Schriftmuseum möchte noch weiter gehen: In Zusammenarbeit mit dem ZDF wurde ein Projekt beantragt, das Virtual Reality nicht nur auf eine Ausstellung begrenzen soll.

Auch in der Zukunft bieten die Deutsche Nationalbibliothek und das angegliederte Museum verschiedene Veranstaltungen an. Diese reichen vom Schritt für Schritt gezeigten Buchbinden am 25. September bis hin zur Ausstellungseröffnung „Schmutz und Schund. Die Weimarer Republik.“ am 10. Oktober.

Von Hendrik Schirner

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