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Lokales Völkerschlachtdenkmal: Verein sammelt fast drei Millionen Euro für Sanierung
Leipzig Lokales Völkerschlachtdenkmal: Verein sammelt fast drei Millionen Euro für Sanierung
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12:02 10.09.2019
Der Markkleeberger Bauunternehmer Matthias Forßbohm (rechts) hat einen der 25 neuen Stifterbriefe erworben und trägt somit zur weiteren Sanierung bei. Zur Übergabe hat er dem Vereinsvorsitzenden Klaus-Michael Rohrwacher (links) eine historische Wasserwaage mitgebracht, die auch von OBM Burkhard Jung (Mitte) in Augenschein genommen wird. Quelle: Armin Kühne
Leipzig

Der Förderverein Völkerschlachtdenkmal hat es fast geschafft: Demnächst sind es drei Millionen Euro, die für die Sanierung des Denkmals aufgebracht wurden. Aktuell wird Geld für die Lindentreppen gesammelt: 53 500 Euro sind schon zusammen, knapp 100 000 fehlen noch, wie Vereinschef Klaus-Michael Rohrwacher erklärt.

Verein aktiviert bürgerschaftliches Engagement

Das Erfolgsgeheimnis des kleinen Vereins ist für Rohrwacher das große bürgerschaftliche Engagement, das die 250 Mitglieder aktivieren: Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen und ihre Gäste aus dem In- und Ausland tragen die Arbeiten an dem 91 Meter hohen und 300 000 Tonnen schweren Wahrzeichen mit. Und zwar vor allem über die Stifterbriefe. 771 davon wurden bereits übergeben, die letzten 25 gerade erst in der vergangenen Woche bei der Dankesfeier, zu der der Verein einmal im Jahr seine Mitglieder, Stifter und Partner einlädt. Die neuen Spender kamen dieses Mal unter anderem aus Markkleeberg, Machern und Bautzen, aber auch aus Tuttlingen (Baden-Württemberg) und Solingen (Nordrhein-Westfalen).

Auch Stadt und Freistaat finanzieren Sanierung

Im Oktober 1813 war Leipzig Schauplatz der Völkerschlacht. Dabei errangen die vereinigten Heere Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens den entscheidenden Sieg über Napoleon und seine Alliierten. Die erschütternde Bilanz: Von den rund 530 000 Soldaten kamen zwischen 90 000 und 120 000 ums Leben; in Leipzig brach eine Typhus-Epidemie aus, die zehn Prozent der Einwohner das Leben kostete. 1894 initiierte der Leipziger Architekt Clemens Thieme über den Deutschen Patriotenbund die Sammlung von Spenden zur Errichtung des Völkerschlachtdenkmals, 1913 wurde es als Nationaldenkmal eingeweiht. Seit gut 20 Jahren kümmert sich der Förderverein Völkerschlachtdenkmal um die Sanierung; die rekrutierten Gelder der Bürger wurden flankiert durch 16,5 Millionen Euro der Stadt und 7,5 Millionen Euro vom Freistaat.

Von bm

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