Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Waldbrandgefahr in Leipzig auf zweithöchste Stufe gestiegen
Leipzig Lokales Waldbrandgefahr in Leipzig auf zweithöchste Stufe gestiegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:16 25.04.2019
In Leipzig gilt am Donnerstag erstmals in diesem Jahr die Waldbrandgefahrenstufe 4 (Symbolfoto). Quelle: Jens Wolf/dpa
Leipzig/Dresden

Hitze und Trockenheit haben in Leipzig die Waldbrandgefahr auf kritisches Niveau ansteigen lassen. Am Donnerstag wurde im Stadtgebiet und im Landkreis Leipzig erstmals in diesem Jahr die zweithöchste Warnstufe 4 ausgerufen, wie aus der Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Staatsbetriebs Sachsenforst hervorgeht. Das Abbrennen von Lagerfeuern ist nun laut städtischer Polizeiverordnung strengstens untersagt.

Das Grillen in den Parks bleibt zwar erlaubt. Die Stadt weist aber darauf hin, dass Löschmittel bereitgehalten werden müssen. Nach dem Grillen sei die Restglut zudem vollständig abzulöschen und die abgekühlte Asche in dafür vorgesehenen Metall-Abfallbehälter zu entsorgen.

Vom Lagerfeuerverbot sind auch die drei öffentlichen, von der Stadt bereitgestellten Feuerstellen betroffen. Sie befinden sich in der Friesenstraße, am Nonnenweg (nahe AOK) sowie am Marienweg im hinteren Rosental (nahe Rosentalturm). Am Freitag soll die Gefahr im Stadtgebiet und im Kreis Leipzig laut aktueller Prognose wieder auf Stufe 3 sinken.

Die Waldbrandgefahr in Leipzig und den umliegenden Landkreisen ist am Donnerstag auf die zweithöchste Stufe gestiegen. Quelle: Sachsenforst

Wärmster Tag des Jahres erwartet

Am Donnerstag wird mit bis zu 26 Grad der bislang heißeste Tag des Jahres in der Region Leipzig erwartet. Die Situation spitzt sich deshalb zu. In den nördlichen Teilen der Kreise Nordsachsen, Meißen, Bautzen und Görlitz gilt am Donnerstag erneut die höchste Gefahrenstufe 5. Wälder dürfen nicht mehr betreten werden.

„Die Häufung von hohen Waldbrandgefahrenstufen, wie wir sie im Moment in großen Teilen Sachsens haben, ist schon außergewöhnlich für April“, sagte Falk Böttcher, Meteorologe beim DWD in Leipzig. Die problematische Situation hänge vor allem mit der langen niederschlagsarmen Zeit zusammen, so Böttcher. Hinzu komme viel Sonne, eine hohe Verdunstung sowie ein „lebhafter Ostwind“, der die Böden zusätzlich austrockne. Der Wald, ohnehin durch Borkenkäfer und den trockenen Sommer 2018 geschädigt, werde nun zusätzlich gestresst, hieß es.

Lage auf Feldern rund um Leipzig „richtig schlimm“

Die anhaltende Trockenheit bereitet auch Sachsens Landwirten Sorgen. Normalerweise steht laut Landesbauernverband bei den meisten Viehbetrieben im Mai der erste Grünschnitt für das Futter an. Viele würden die Ernte allerdings vorziehen, um überhaupt „etwas sicher zu haben“, so der Verbandsreferent für Pflanzenbau, Andreas Jahnel. Bleibt das Grünfutter länger stehen, droht es zu verbrennen. Die Felder seien sehr trocken, selbst im Gebirge gebe es Probleme mit der Bodenfeuchte. In manchen Regionen, etwa rund um Leipzig, sehe es „richtig schlimm“ auf den Feldern aus, so Jahnel.

Ein Schild in Bad Düben weist Waldbrandgefahrenstufe 5 aus. Quelle: Jan Woitas/dpa

Eine leichte Entspannung der seit Wochen anhaltenden Dürre soll es erst zum Wochenende geben, dann würden zumindest vereinzelt Niederschläge erwartet. Während der Osterfeiertage hatte es bereits mehrere Waldbrände in Sachsen gegeben, unter anderem in der Dübener Heide und im Meißner Stadtwald. Am Dienstagabend brannte in Niederau bei Meißen der Wald auf einer Fläche von vier Hektar. Bis in die Nacht hinein waren die Helfer wegen immer wieder aufflammender Glutnester im Einsatz.

Dürresommer würde Ostdeutschland besonders hart treffen

Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass bei anhaltender Trockenheit ein weiterer Dürresommer die östlichen Bundesländer besonders stark treffen könnte. Vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen sei die Bodenfeuchte so niedrig wie im Juli 2018. Selbst wenn es noch viel regnen sollte, bleibt sie den Schätzungen zufolge bis in den Sommer hinein unter dem vieljährigen Mittelwert. Bis einschließlich Ostern fielen in Sachsen im Schnitt gerade einmal 2,1 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das langjährige Mittel liegt laut DWD bei 58,4 Liter pro Quadratmeter.

Von nöß (mit dpa)

Das schöne Wetter und die Schulferien in den meisten Bundesländern bescheren dem Leipziger Zoo einen riesigen Besucheransturm. Vormittags sind die Kassen-Schlangen mehrere hundert Meter lang. Viele Besucher wollen den kleinen Elefanten sehen.

25.04.2019

Burgen und Schlösser, Rad- und Wanderwege, eine faszinierende Seenlandschaft – die Region rings um Leipzig hat viel zu bieten. Dabei hat sich bewährt, sie gemeinsam mit dem Leuchtturm Leipzig zu vermarkten.

25.04.2019

Um die Bevölkerung effektiv vor bedrohlichen Infektionskrankheiten zu schützen, wurde der Notfall-Maßnahmenplan überarbeitet und ein neuer Infektions-Rettungswagen in Auftrag gegeben. Das Fahrzeug soll in Leipzig stationiert werden.

24.04.2019