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Lokales Waldstraßenviertel: Selbst am Abend noch Parklücken
Leipzig Lokales Waldstraßenviertel: Selbst am Abend noch Parklücken
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19:51 11.02.2020
Ungewohnte Lücken: Das Bewohnerparken im Waldstraßenviertel schreckt offenbar viele Ortsfremde ab. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Ob er jetzt selbst immer einen Parkplatz in Wohnungsnähe am Abend findet? Jörg Wildermuth, Chef des Bürgervereins im beliebten Leipziger Waldstraßenviertel, muss nicht lange überlegen. „Auf jeden Fall ist es jetzt viel entspannter, selbst vor meiner Wohnung sind Lücken“, sagt Wildermuth, der im östlichen Teil des Viertels zu Hause ist. Jenem Areal zwischen Leibniz- und Waldstraße, das besonders unter den „Fremdparkern“ bei Veranstaltungen wie Arena-Konzerten und RB-Heimspielen gelitten hatte.

Doch seit Januar, mit der Einführung des Anwohnerparkens im Viertel, hat sich die Situation deutlich verbessert. Ein spontaner LVZ-Test an einem ganz normalen Wochentag um die Mittagszeit hat ergeben, dass in der Hinrichsen-, Frege- und Feuerbachstraße tagsüber tatsächlich mehr freie Parkplätze zur Verfügung stehen. Für Wildermuth, der seit Jahren mit seinem Verein für das Anwohnerparken im Waldstraßenviertel gekämpft hatte, ein deutliches und positives Signal. „Das Konzept funktioniert.“ Ende Oktober 2019 war die Einführung von Leipzigs OBM Burkhard Jung (SPD) zwar noch kurzfristig gestoppt worden – und das Rathaus hat bis zum Jahreswechsel vor allem für protestierende Gewerbetreibende nachjustiert. Doch seit Anfang Januar dürfen nur noch Besitzer mit der kleinen grünen Karte (Jahrespreis knapp 40 Euro) im Auto umsonst im Viertel parken. „Härtefälle wie die Bäckerei Schultz in der Feuerbachstraße oder Gemüsehändler Emmrich in der Waldstraße wurden noch geklärt“, sodass wir vorerst zufrieden sein können“, sagt der Bürgervereinschef.

Wildermuth weiß allerdings auch, dass noch diverse Probleme beim Anwohnerparken nicht gelöst sind. So steht nach wie vor eine Sammelklage von Freiberuflern – die von der renommierten und auf Verwaltungsrecht spezialisierten Leipziger Anwaltskanzlei Füßer & Kollegen vertreten werden – gegen die Stadt im Raum. Hat die Sammelklage Erfolg, muss das Anwohnerparken generell zurückgenommen werden. Wildermuth siedelt deshalb eine Lösung für Freiberufler als besondere „Härtefälle“ mit ganz oben auf der Vereinsagenda an.

Zur Berufsgruppe gehören Ärzte, Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Anwälte und Steuerberater – die mit Büros und Praxen in vielen der Gründerzeithäuser vertreten sind und das Leben im Viertel wesentlich mit prägen. „Wir brauchen für Freiberufler ebenso Parkplätze wie für die Nutzer von Carsharing und für die Menschen mit Zweitwohnsitz“, fordert Wildermuth. „Deren Interessen müssen ernst genommen werden.“

Zudem müsse die Beantragung der Gäste-Vignette „deutlich unbürokratischer“ werden. Bisher können Anwohner diese zwar von der Stadt bekommen, aber erst nach einem umständlichen Prozedere im Vorfeld. Das soll sich schon bald ändern. Für den Bürgerverein steht deshalb als Fazit für das Anwohnerparken: Gelungener Start, aber es gibt noch viel zu tun.

Von André Böhmer

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