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Lokales Darum ist der Glühwein in Leipzig so teuer
Leipzig Lokales Darum ist der Glühwein in Leipzig so teuer
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15:41 11.12.2019
Glühwein auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt kostet durchschnittlich 3,25 Euro. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Hartgesottene Besucher wissen längst: Ein Rundgang auf dem Weihnachtsmarkt erfordert mitunter eine gut gefüllte Geldbörse. Denn: Heißgetränke, Flammlachs und Co. haben ihren Preis. Eine Studie zeigt jetzt, wo in Deutschland der Glühwein besonders teuer – und wo besonders günstig ist. Die sächsischen Großstädte liegen dabei im oberen Drittel. So zahlt man in Leipzig durchschnittlich 3,25 Euro für eine Tasse, in Dresden muss man sogar 3,38 Euro auf den Tresen legen. Im nahen Erfurt dagegen liegt der Glühweinpreis mit 3,13 Euro genau im Bundesdurchschnitt.

Sachsen teurer als Bundesdurchschnitt

Für den Index wurden jeweils die Preise für eine Tasse roten Glühweins auf den beliebtesten Weihnachtsmärkten deutscher Großstädte verglichen. „Wir haben dafür Bewertungen im Internet gecheckt und außerdem bei den Tourismusverbänden und Veranstaltern nachgefragt“, sagt Frederik Betz, von der Agentur Activa Eventmanagement, die den Vergleich erstellt hat.

Aus den verschiedenen Preisen habe man – ohne die Berücksichtigung der Pfandsysteme – für jede Stadt einen Mittelwert errechnet. Den günstigsten Glühwein gibt es dabei mit 2,75 Euro in Mannheim, Schweinfurt und Wiesbaden, während Besucher in Nürnberg mit 3,75 Euro besonders tief in die Tasche greifen müssen. Wie aber kommt es zu den Preisunterschieden? Und warum ist der Glühwein in Leipzig verhältnismäßig teuer?

„Viele hochwertige Glühweine“: Marktamt argumentiert mit Qualität

Marktamtsleiter Walter Ebert argumentiert mit der Qualität auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt. „Wir haben hier viele sehr hochwertige Glühweine – da ist der Rohwein im Einkauf dann auch mal teurer“, so Ebert. Der Verkauf von minderwertiger Ware sei auch für den Kunden nicht wünschenswert: „Wir sehen ja, dass die Nachfrage trotzdem besteht – weil die Leute für einen guten Winzerglühwein eben auch gerne 3,50 Euro bezahlen“. Das Marktamt selbst habe aber mit der Preisbildung nichts zu tun, jeder Händler müsse seine Kosten selbst kalkulieren.

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„Wir müssen den Transport miteinbeziehen, die Standgebühr, unser Personal, alle Nebenkosten“, zählt etwa Willi Wenin auf, der mit seinem Südtiroler Stand auf dem Leipziger Markt steht. Roter wie weißer Glühwein kosten bei ihm 3,50 Euro. Damit liegt er gleichauf mit Kollege Walter Hecht, der seine Zelte auf dem Augustusplatz aufgeschlagen hat. „Wenn ich nur Christkindl-Glühwein aus dem Supermarkt anbieten würde, wären auch meine Kosten geringer“, so Hecht.

Knapp 50 Cent Gewinn pro Tasse

So bezahle er eben relativ viel für die Ware – dazu kämen noch die Aufwendungen fürs Finanzamt, den Stand – inklusive Aufbau und Instandhaltung sowie das Gehalt seiner Angestellten. Wie viel Gewinn er dann tatsächlich mache, variiere – je nachdem, wie viel er verkaufe. „Anders als viele Leute denken, verdienen wir uns hier keine goldene Nase“, so Hecht. Mit dem Geschäft auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt sei er, anders als an anderen Standorten, trotzdem zufrieden, sagt Hecht und verrät auch, was er grob an einer Tasse verdient: „Ich schätze, dass ich etwas weniger als 50 Cent herausbekomme“.

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Von Hanna Gerwig

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