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Lokales Wegen Corona-Krise: Stadttauben droht der Hungertod
Leipzig Lokales Wegen Corona-Krise: Stadttauben droht der Hungertod
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21:21 24.03.2020
Den Tauben droht wegen der Corona-Krise der Hungertod. (Symbolbild)
Den Tauben droht wegen der Corona-Krise der Hungertod. (Symbolbild) Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild
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Bonn/Leipzig

Der Tierschutzbund hat vor Massensterben von Tauben in deutschen Innenstädten gewarnt. Für zahlreiche Stadttauben könne die Corona-Krise zu einer bedrohlichen Situation führen: Da durch die Schließung von Restaurants, Cafés und Imbissbuden weniger Essenreste anfallen, die den Tauben als Nahrungsgrundlage dienen, sind tausende Tiere aktuell in Gefahr. So auch in Leipzig: Die Straßen sind verlassen und gleichen einer Geisterstadt.

„Da Tauben sehr standorttreu sind, werden sie die Innenstädte nicht verlassen und verhungern, wenn ihnen nicht bald Nahrung zu Verfügung gestellt wird“, warnt Leonie Weltgen, Referentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. „Da gerade Brutsaison ist, werden auch viele Jungtiere in den Nestern sterben, wenn ihre Eltern sie nicht mehr füttern können.“

Der Tierschutzbund fordert deshalb die Städte auf, ausreichend kontrollierte Fütterungsstellen einrichten, an denen den Tauben Futter, wie Mais, Körner oder Sämereien zur Verfügung gestellt wird. Der Verein empfiehlt zudem Verstöße gegen örtliche Fütterungsverbote ausnahmsweise nicht zu verfolgen, sofern artgemäßes Futter verwendet wird. „Die Tiere vor dem drohenden Hungertod zu bewahren, muss jetzt oberstes Gebot sein“, erklärt Weltgen.

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Von fbu