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Lokales Wieder mehr Goldammern – aber weniger Krähen in Leipzig
Leipzig Lokales Wieder mehr Goldammern – aber weniger Krähen in Leipzig
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17:31 13.01.2020
Wieder häufiger in Leipzig bei der Stunde der Wintervögel gesehen: Goldammern baden im Norden Leipzigs. Quelle: Beatrice Jeschke, NABU Leipzig.
Leipzig

Schon mal einen Gimpel gesehen? Die Männchen haben einen rosaroten Bauch. Oder eine Wacholderdrossel? Die haben ein fast schon leopardenartig gefärbtes Gefieder, sind bekannt dafür, dass sie ihre Nester heftig verteidigen, dabei auch schon mal ihren eigenen Kot gegen Angreifer einsetzen. Diese und weitere Vögel wurden bei der jüngsten Zählung zur Stunde der Wintervögel wieder häufiger in Leipzig gesehen.

Noch am Montagnachmittag änderten sich fast viertelstündlich die Ergebnisse. „Man konnte regelrecht sehen, wie die Leute ihre Ergebnisse online eintrugen", freute sich René Sievert vom Naturschutzbund Leipzig über das Engagement der Vogelfreunde.

Meldungen möglich bis 20. Januar

Fast ein Drittel der Beobachtungen sei schon am Samstagabend eingetragen worden, am Sonntag nach dem Ende der Aktion sei ein weiteres Drittel gefolgt, bis zum Ende der Meldemöglichkeit am 20. Januar hofft der Nabu-Vorsitzende noch auf ein letztes Drittel an Ergebnissen.

Es zeichnet sich allerdings ab, dass nach der Rekordteilnahme im Vorjahrin diesem Jahr bei nasskaltem Winterwetter weniger Leipziger an den Beobachtungen teilgenommen haben könnten. Bis gestern Nachmittag waren in 303 Gärten insgesamt 10182 Vögel erfasst worden, im Vorjahr waren es insgesamt 416 Gärten und 13 954 Vögel.

Viel mehr Gimpel

Umso überraschender sind schon jetzt einige Zwischenergebnisse: So wurden mit 16 Gimpeln mehr als drei mal so viele wie 2019 (5) entdeckt.

69 Wacholderdrosseln tauchen in den Zählergebnissen dieses Jahres auf. Im vorigen Jahr waren es nur 6. Ebenso bemerkenswert: 61 leuchtend gelbe Goldammern wurden in diesem Jahr gesichtet, 2019 waren es nur 19.

An der Spitze der Liste setzte sich wie im Vorjahr der Haussperling, der statistisch in fast zwei Drittel aller Gärten vorkam. Ihm folgte die Kohlmeise mit einer noch stärkeren Verbreitung (86,4%), aber weniger Exemplaren. Auf Platz drei folgt schon eine Leipziger Spezialität: 1159 Rabenkrähen wurde gesichtet, 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings nahm die Zahl der ähnlich aussehenden Saatkrähen um 26 Prozent auf nur noch 518 ab – das bedeutet Platz sechs. Im Vorjahr hatten die beiden Krähenarten noch Platz drei und vier belegt. Sievert befürchtet denn auch, dass einige Beobachter eventuell die Arten miteinander verwechselthaben könnten.

Weniger Krähen-Schwärme

Gleichwohl nahm die absolute Zahl der Krähen damit ab. Für Sievert hängt das zusammen mit dem Rückgang der früher oft riesigen Schwärme von Saatkrähen, die im Stadtgebiet überwinterten. „Die Vögel kamen meist aus Osteuropa. Wahrscheinlich fliegen die wegen der milderen Winter jetzt gar nicht mehr bis zu uns, sondern überwintern schon früher, zum Beispiel in Polen“, vermutet er.

Platz vier und fünf der (Zwischen-)Liste belegen übrigens Feldsperling und Blaumeise. Die Amsel kommt auf Rang 7, die Elster liegt auf 8.

Bis zum 20. Januar können Nachzügler ihre Ergebnisse noch dem Nabu melden. Wer die Aktion verpasst hat: Vom 8. bis zum 10. Mai schlägt die Stunde der Gartenvögel!

Von Jörg ter Vehn

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