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Lokales Wilde Fahrräder – bald Video-Überwachung am S-Bahnhof Taucha?
Leipzig Lokales Wilde Fahrräder – bald Video-Überwachung am S-Bahnhof Taucha?
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07:15 17.01.2020
Hier wird künftig aufgeräumt: Das Fahrradabstellen und Anketten der Räder an des Geländer in der Unterführung der Tauchaer S-Bahn-Station ist verboten. Quelle: Olaf Barth
Taucha

Bereits im vorigen Jahr hatte die Stadtverwaltung Taucha auf die große Nachfrage reagiert, und zusätzliche Fahrradbügel am Bus- und S-Bahnhof installieren lassen. Doch der Bedarf scheint noch viel größer. Einige Pendler, die morgens mit der S-Bahn gen Leipzig fahren, stellen ihre Räder in die Unterführung und ketten sie am Fußgänger-Geländer an. Jetzt haben sich Deutsche Bahn und Stadt darauf verständigt, dass hier Schilder angebracht werden, die die „kostenpflichtige Entsorgung“ der Fahrräder ankündigen. „Ab kommender Woche werden wir den Durchgang frei räumen“, kündigte Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP) am Donnerstag an.

Fahrrad-Abstellverbot am Tauchaer Bahnhof. Quelle: Stadtverwaltung

Die Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes (GVD) seien jetzt mit Bolzenschneidern ausgerüstet worden, um die in der Unterführung und im Bahnsteigumfeld rücksichtlos platzierte Bikes entfernen zu können. „Es sind manchmal so viele Räder, teils noch mit Kinderanhängern, dass wir mit unserer Kehrmaschine gar nicht mehr durchkommen. Außerdem werden der Handlauf für ältere Fußgänger und teils auch das Blindenleitsystem von den abgestellten Fahrrädern blockiert. Das ist nicht in Ordnung und das wollen wir nicht mehr tolerieren“, so Meier.

Räder kommen zu Fundsachen

Die Fahrräder würden von der Stadtverwaltung dann dort mit eingelagert, wo sich Fundsachen und andere herrenlose Fahrräder befinden. Besitzer müssen sich im Rathaus melden und erhalten gegen ein Verwarngeld plus Bearbeitungsgebühr ihr Bike zurück. Laut Gesetz müssen die Fundsachen rund zwei Jahre aufgehoben werden, bevor sie zum Beispiel versteigert werden können. So warten schon zahlreiche, teils nicht ganz intakte Fahrräder auf neue Besitzer, die zum Beispiel an den Bügeln der Straßenbahnendstelle angeschlossen, aber nie mehr abgeholt wurden. Entsprechend sehen Sie nach ein paar Wochen aus. „Dort müssen wir solche Räder entfernen, um wieder Platz für die Räder der Pendler zu schaffen“, so Meier.

Am Tunnel-Ausgang zur Schillerstraße wurden jetzt ebenfalls Fahrradbügel installiert. Quelle: Olaf Barth

Schmierereien und Fäkalien

Dabei ist das nicht mal das einzige Problem an der im Herbst neu eröffneten Fußgänger-Unterführung. Schon wenige Tage nach ihrer Freigabe wurde sie von Unbekannten großflächig mit Graffiti besprüht. Andere wiederum übergaben sich auf den Treppen oder verrichteten im Tunnel ihre Notdurft. Damit ist diese Station trotz immer wieder durchgeführter Reinigungsarbeiten stellenweise für Gäste der Stadt und für die vielen Pendler alles andere als ein Aushängeschild.

„Wir wollen diesen Vandalismus, aber auch die Zahl der Fahrraddiebstähle eingrenzen und planen für dieses Jahr im Haushalt 40 000 Euro ein, um an der Station eine Videoüberwachung installieren zu können“, teilte Meier unlängst mit. „Es ist eine Idee und Option, ob und wie es umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Doch es ist schon mal der Wunsch einiger Stadträte“, so Meier weiter. In dem Gremium müsse darüber sicher noch diskutiert werden. Zudem müssten noch Belange des Datenschutzes und rechtliche Rahmenbedingungen geprüft werden. Dazu stehe man auch mit anderen Kommunen in Kontakt, die eine solche Videoüberwachung bereits haben.

Von Olaf Barth

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