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Lokales Wochenend-Tipps für daheim: Hörerlebnisse, digitale Ausstellung, Vogelfutter selber machen
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Wochenend-Tipps für die Familienzeit daheim: Hörerlebnisse, digitale Ausstellung, Vogelfutter selber machen

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12:17 14.01.2021
Für die heimischen Vögel ist es im Winter schwierig, Futter zu finden. Doch Hilfe ist möglich. Und einfach. Quelle: DenisK_2017 / Pixabay
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Leipzig

Das Wochenende wird eisig, zumindest beim Blick aufs Thermometer. Aber ob nun die Sonne scheint oder Schneeregen fällt – Beschäftigung muss her. Hier kommen ein paar Empfehlungen, die trotz Pandemie möglich sind.

Freitag

Pause mal klassisch: Das Stadtgeschichtliche Museum und die Hochschule für Musik und Theater laden am Freitag für 12.30 Uhr zur Klangpause digital ein. Auf dem Programm stehen Claude Debussy, Maurice Ravel und Manuel de Falla. Gesendet wird das Konzert aus der Alten Börse. Zu erleben sind Clara Fréjacques (Mezzosopran) und Yuying Chen am Klavier. Die beiden entstammen der Liedklasse Prof. Alexander Schmalcz. Gesendet wird das Konzert auf der Website des Stadtgeschichtlichen Museums und auf Facebook.

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Über ein Instagram-Live können sich Interessierte in die Proben der neu gegründeten Forward Dance Company ins Lofft zuschalten. Quelle: Sofia Russo Mounné / Postproduktion: Bernhard-Musil

Blick hinter die Kulissen: Die Spielstätten sind geschlossen und bleiben es vorerst auch. Eine Herausforderung für Künstler und Publikum. Dennoch sind hier und da Einblicke möglich – so wie etwa in die Proben im Lofft. Über ein Instagram-Live können sich Interessierte in die Proben der neu gegründeten Forward Dance Company zuschalten. Die erste professionelle mixed-abled Tanzcompany aus Sachsen arbeitet aktuell an ihrer ersten Produktion: „Wir“. Beginn des Livestreams ist Freitag um 18 Uhr.

Das Stück taucht ein in die Innenwelten der sechs Tänzer und Tänzerinnen mit unterschiedlichen Geschichten. Eine Entdeckungsreise in die physischen und mentalen Veränderungen, die stattfinden, wenn Menschen für eine gewisse Zeit von der Außenwelt abgekapselt sind: Die Sehnsucht nach Liebe, der Wunsch nach Anerkennung und das Bedürfnis nach Berührung isolieren den Menschen Stück für Stück. Konfrontiert mit sich selbst tanzen Begehren, Ängste, Kämpfe und Fantasien und entwickeln sich, während sich jede einzelne Tänzerin und jeder einzelne Tänzer nach einer Zukunft sehnt, die vielversprechender und hoffnungsvoller wird.

Was sagen Sehnsüchte über uns aus? Und was können wir über den Zustand dieser Welt und den Wunsch nach einer anderen sagen? In „WIR“ widmet sich die Forward Dance Company unter der Leitung des Choreografen Nir de Volff dem Kern dieses diffusen Zustands und versucht, der Situation einen Sinn zu geben.

Das Ausstellungsprojekt des Masterstudiengangs Kulturen des Kuratorischen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig zeigt verschiedene Interventionen, die das Thema des Gast-Gebens (selbst-)kritisch aus unterschiedlichen Perspektiven, in Bezug auf aktuelle gesellschafts- und kulturpolitische Debatten und Entwicklungen beleuchten. Quelle: Christine Pascoe

Ausstellung digital: Für das Projekt Gast-Geben des Masterstudiengangs Kulturen des Kuratorischen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig entstanden über die vergangenen Monate sechs verschiedene Interventionen, die aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage ins Digitale verlagert werden. Sie erforschen das Thema des Gast-Gebens (selbst-)kritisch aus unterschiedlichen Perspektiven, in Bezug auf aktuelle gesellschafts- und kulturpolitische Debatten und Entwicklungen und thematisieren dabei auch ihre eigenen pandemiebedingten Veränderungen. Zu sehen ist das Ausstellungsprojekt „Gast-Geben: Momente, Reflektionen, Utopien“ ab Freitag und zwar hier.

Samstag

Das Schauspiel Leipzig lädt zu einem besonderen Hörerlebnis ein. Quelle: Schauspiel Leipzig / Rolf Arnold

Barrierefreies Theater: Am Samstag um 15 Uhr lädt das Schauspiel Leipzig zu einem exklusiven Hörerlebnis ein: Mittels einer Audiodeskription erhalten Zuschauerinnen und Zuschauer 15 Minuten lang einen ersten ungewöhnlichen Eindruck aus „Arabella oder Die Märchenbraut“. Das Angebot unterstützt blinde und sehbehinderte Menschen dabei, visuelle Vorgänge auf der Bühne besser wahrzunehmen. Die Inszenierung nach der gleichnamigen Serie von Václav Vorlíček und Miloš Macourek war ursprünglich als Weihnachtsmärchen für die laufende Spielzeit geplant. Was es im Detail mit der Audiodeskription auf sich hat, erfahren Interessierte hier. Abrufen lässt sich das Hörerlebnis am Samstag über diesen link.

Sonntag

Für Gläubige: Wer den Sonntag gerne christlich starten möchte, hat dazu beim Universitätsgottesdienst die Möglichkeit. Der Youtube-Kanal der Uni Leipzig zeigt den Videogottesdienst mit Prof. Dr. Alexander Deeg zum 2. Sonntag nach Epiphanias. Beginn ist um 10 Uhr.

Übers Wochenende

Vogelfutter lässt sich ganz einfach selbst zubereiten und in Gefäße füllen. Quelle: YvonneHuijbens / Pixabay

Für Tierfreunde: An manchen Balkonen oder in einigen Gärten scharen sie sich förmlich: kleine Vögel auf der Suche nach Futter. Ein Schauspiel – nicht nur für Kinder. Wer den Vögeln auch gerne etwas anbieten möchte, kann Futter im Laden für Tierbedarf kaufen oder selbst zusammenstellen. Um Finken, Sperlinge, Zeisige, Dompfaffen und Gimpel glücklich zu machen, werden beispielsweise folgende Zutaten benötigt:

– Körner verschiedener Getreidesorten, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Bucheckern, gehackte Walnüsse und Haselnüsse, Hanfsaat, Samen von Gräsern, Kletten, Brennnesseln, Disteln, Ampfer und Löwenzahn

– Pflanzenfett

– Speiseöl

– eventuell: ein Tontopf mit Loch, einen Zweig, Schnur und Pappe

Und so geht’s:

Das ungesalzene Pflanzenfett langsam erhitzen und dann Speiseöl im Verhältnis 1:5 (Speiseöl:Pflanzenfett) hinzugeben. Nun um die doppelte Menge von Körnern ergänzen. Die Mischung kann zu Meisenknödeln geformt oder in einen kleinen Tontopf gefüllt und aufgehängt werden.

Wer das Futter gerne in einen Tontopf füllen möchte, geht so vor:

1. Zuerst sucht man einen Zweig, der durch das Loch im Boden des Tontopfes passt, und so lang ist, dass er oben und unten herausschaut. Damit der Zweig nicht aus dem Loch rausrutscht, sollte er an einer Stelle dick mit Schnur umwickelt werden. Das ist der „Stopper“.

2. Als nächstes gilt es, aus der Pappe einen Kreis auszuschneiden, der genau in den Boden des Tontopfes passt.

3. In die Mitte des Kreises schneidet man ein Loch, legt ihn in den Tontopf und steckt den Zweig so durch, dass der „Stopper“ sich innen im Topf befindet. Oben sollte nun noch so viel Ast rausschauen, dass sich das Vogelfutter an ihm im Baum aufhängen lässt. Das untere Ende des Zweiges bietet den Vögeln eine Möglichkeit, sich festzuhalten.

4. Jetzt ist der Tontopf bereit, mit der Vogelfuttermischung befüllt zu werden.

Das Electric Cinema der Schaubühne Lindenfels bringt Kinokunst auf Hauswände und Fassaden. Quelle: Martin Schröder-Zabel

Kino an der Hauswand: Filmprojektionen und Kinokunst auf Hauswänden und Fassaden, live aus dem E-Auto – das verbirgt sich hinter Electric Cinema, einem Projekt der Schaubühne Lindenfels. Nach Anbruch der Dunkelheit sind die Macher in Leipzig und Umgebung unterwegs. Ihr Ziel: Freiflächen, Kirchen und Turnhallen, Schulen, Alters- und Studentenheime – von Plagwitz bis Connewitz, Gohlis bis Grünau. Das Electric Cinema fährt immer donnerstags bis sonntags von 18 bis 21 Uhr und bleibt nie länger als 30 Minuten an einem Ort. Pro Schicht werden 3 bis 5 Orte angesteuert. Gezeigt werden Stummfilm-Klassiker, handgeschnittene Szenencollagen zu Themen wie „Animationsgeschichte“, „Stop Motion im Film“ oder „Leipziger Industriegeschichte“ sowie Filmmaterial von lokalen mitteldeutschen Filmemachern und Filmemacherinnen. Wo genau das Team Station macht, soll eine Überraschung sein. Im Vorfeld ist maximal der Ortsteil zu erfahren. Die Touren lassen sich auf Facebook und Instagram verfolgen.

Von Patricia Liebling