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Lokales Wohnungsbau in Leipzig stagniert
Leipzig Lokales Wohnungsbau in Leipzig stagniert
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20:57 01.07.2018
Entlang der Querstraße entstehen zurzeit Hunderte neue Wohnungen. Aus Sicht der Linken reicht die Zahl der Baufertigstellungen in Leipzig aber noch nicht, um den Bedarf zu decken. Quelle: Jens Rometsch
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Leipzig

Im vergangenen Jahr hat die Stadt Leipzig Baugenehmigungen für 2958 Wohnungen in 408 neuen Häusern erteilt. Darunter waren 308 Ein- und Zweifamilien-Häuser, teilte das sächsische Landesamt für Statistik auf seiner Internetseite mit. Fertiggestellt wurden im vergangenen Jahr in Leipzig demnach 1654 Wohnungen in Neubauten – geringfügig mehr als 2016 mit damals 1625 Einheiten. Ende 2017 verzeichnete die Messestadt zudem einen Überhang (bereits genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Neubauten) im Umfang von 4887 Wohnungen.

„Mittlere wohnungspolitische Katastrophe“

Linken-Stadtrat Mathias Weber bezeichnet die Zahlen als „mittlere wohnungspolitische Katastrophe“. Der marktaktive Leerstand habe laut den letzten verfügbaren Daten schon im Jahr 2015 bei nur noch drei Prozent gelegen. „Seitdem leben weit über 22 000 Menschen mehr in dieser Stadt, was einem Bedarf von mindestens 13 000 Wohnungen entspricht. Da in diesem Zeitraum nur 3300 Wohnungen hinzugekommen sind, ist der marktaktive Leerstand definitiv inzwischen abgeschmolzen.“

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Linke fordert Bauoffensive

Es sei allerhöchste Zeit, das Wohnungsthema in Leipzig zur Chefsache zu machen, forderte Weber. „Die Zahlenspielereien mit Angebotsmieten, wie sie immer wieder von der Baubürgermeisterin Dubrau vorgebracht werden, helfen niemandem. Leipzig benötigt zwingend eine Bauoffensive, um überhaupt in die Nähe der anvisierten 60 000 neuen Wohnungen bis 2030 zu kommen.“ Auch das Verbändebündnis Wohnen, in dem sich die Gewerkschaft IG Bau sowie Firmen der Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben, kritisierte die Zahlen für Leipzig als viel zu niedrig.

Von Jens Rometsch

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