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Lokales Zahl der Beißvorfälle mit Hunden in Leipzig wächst
Leipzig Lokales Zahl der Beißvorfälle mit Hunden in Leipzig wächst
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11:12 04.09.2018
Leipzig steuert in diesem Jahr auf einen neuen Beißrekord bei Hunden zu. Quelle: dpa
Leipzig

Leipzig steuert in diesem Jahr auf einen neuen Höchstwert bei Beißvorfällen mit Hunden zu. Das geht aus einer Antwort des Ordnungsdezernats auf eine Anfrage von CDU-Stadtrat Michael Weickert hervor. Demnach wurden bis 31. Juli 2018 bereits 85 solcher Vorkommnisse registriert. Zu etwaigen Verletzungen oder Schadenshöhen gab die Behörde keine Auskunft. Solche Daten würden nicht statistisch erfasst, hieß es zur Begründung.

Im gesamten Jahr 2017 gab es in Leipzig demnach 105 Beißvorfälle. Der Höchstwert der jüngeren Vergangenheit wurde im Jahr 2016 mit 119 registriert. 2015 lag der Wert noch bei 108, im Jahr zuvor bei 100 Attacken. Ein direkter Zusammenhang mit der Menge von sogenannten „gefährlichen Hunden“ lässt sich aus der Statistik nicht ableiten. Zwar gehörten im Jahr 2016 – als es besonders viele Vorfälle gab – auch etwas mehr Hunde zu den drei in Sachsen als gefährlich eingestuften Rassen: American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Pitbull Terrier (sowie deren Kreuzungen untereinander).

Mit 172 Tieren blieb deren Anteil aber auch damals bei insgesamt über 20. 000 in Leipzig gemeldeten Hunden recht klein. Im laufenden Jahr 2018 sowie 2017 waren jeweils 160 Hunde im Stadtgebiet angemeldet, die zu den vom Gesetzgeber als gefährlich eingestuften Rassen gehörten.

Tütenspender im Clara-Park

Ein Verstoß gegen die Anleinpflicht werde im Regelfall mit einer Geldbuße von 100 Euro geahndet, führte die Verwaltung zu einer weiteren Frage des CDU-Politikers aus. Hinzu kämen dann aber noch Gebühren und Auslagen. Zur Frage, wie die Hygieneinfrastruktur verbessert werden könne, lautete die Antwort, dass alle Hundewiesen über mindestens einen Papierkorb verfügten. Dort könnten die durch einen Plastebeutel umhüllten Hinterlassenschaften eingeworfen werden. Seit März 2018 liefen zudem im Clara-Zetkin-Park und Johannapark Tests mit Tütenspendern für Hundekot. Weitere Maßnahmen seien derzeit nicht vorgesehen, so das Dezernat weiter.

Absage an DNA-Probe

Eine Absage erteilte die Verwaltung auf eine Petition eines Leipziger Bürgers. Er hatte unter anderem gefordert, alle Hundehalter zur Abgabe einer DNA-Probe ihrer Schützlinge zu verpflichten und diese Daten zu erfassen. So könnten Kotsünder leicht enttarnt werden – wer erwischt wird, solle mindestens 250 Euro Strafe für jeden Hundehaufen bezahlen.

Laut der gängigen Rechtsprechung in Sachsen dürfe die Strafe im Regelfall nur bei 20 bis 55 Euro liegen, argumentierte die Verwaltung. Für eine DNA-Datenbank fehle den Kommunen die Rechtsgrundlage. Ein einziger solcher Test würde außerdem 160 bis 275 Euro kosten – weit mehr als die Bußgelder einbringen.

jr

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