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Lokales Zu wenig Leipziger Straßen sind nach Frauen benannt
Leipzig Lokales Zu wenig Leipziger Straßen sind nach Frauen benannt
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17:50 17.02.2020
Im Stadtbild ein vergleichsweise seltener Anblick: Die Leipziger Louise-Otto-Peters-Allee, benannt nach der bekannten Frauenrechtlerin. Die meisten Straßen und Plätze in Leipzig sind nach Männern benannt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

In Leipzig gibt es 3033 Straßen und Plätze. Sie alle haben Namen. Einige recht neutrale, andere weniger neutrale. Über Ahornstraße, Hagebuttenweg oder Eisenbahnstraße gibt es – zumindest bei letzterer über die Benennung – keine hitzigen Debatten. Doch es gibt auch viele andere Fälle. Bei Straßennamen, die an Ereignisse oder besonders an umstrittene Persönlichkeiten erinnern, hört die Neutralität auf. Sie werden, wie auch in Leipzig in den vergangenen Wochen zu beobachten war, immer häufiger zum Politikum.

An Straßennamen lässt sich viel ablesen

Straßennamen sind immer ein Abbild der Zeit, in der ihre Benennung stattfand. Sie erinnern an Menschen, die vor langer Zeit einmal als erinnerungswürdig angesehen wurden. Sie sind ein Stück (Stadt-)Geschichte. Und sie sagen viel aus über die Zeit und die Gesellschaft, die sich für sie entschieden. An Straßennamen lässt sich viel ablesen. Beispielsweise, dass Frauen in dieser Gesellschaft nur eine marginale Rolle spielten. Das ist auch im Leipziger Straßenverzeichnis deutlich zu erkennen: Der überwiegende Teil der Straßen und Plätze ist nach Männern benannt.

Frauen im öffentlichen Raum sichtbar machen

Natürlich sind Namen nicht alles. Aber sie sind auch nicht nichts. Sie prägen die öffentliche Wahrnehmung und die heutige Stadt. Leipzig verändert sich. Im Stadtbild entsteht viel Neues und manchmal muss Altes weichen. Das kann auch mal ein Name sein. Die Liste erinnerungswürdiger Personen ist lang. Übrigens stehen auf ihr viele Frauen.

Von Lilly Günthner

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