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Lokales Zu wenig neue Lehrer an Oberschulen und Berufsschulen in Leipzig
Leipzig Lokales Zu wenig neue Lehrer an Oberschulen und Berufsschulen in Leipzig
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14:22 16.08.2019
Leipzig ist fürs neue Schuljahr gut gerüstet. An Oberschulen und Berufsschulen kann der Bedarf allerdings nicht gedeckt werden. Quelle: Daniel Karmann/dpa
Leipzig

Mehr als 5500 Erstklässler werden in diesem Jahr in Leipzig eingeschult. Sie bekommen am Sonnabend die Zuckertüte und eine Lehrerin oder einen Lehrer, der sie ab Montag unterrichtet. Für Grundschulen im Bereich Leipzig (Stadt, Landkreise Leipzig und Nordsachsen) wurden 135 Pädagogen eingestellt, sogar deutlich mehr als geplant (76). Erklärt wird das damit, dass Sachsen ausgebildete Lehrer nicht ohne Angebot ziehen lassen und damit verlieren wollte. Vorher wurde versucht, viele Bewerber in die ländlichen Regionen Sachsens zu lenken – vor allem für Oberschulen. Während es in vielen Teilen Sachsens Lehrermangel gibt, gehört Leipzig zur sachsenweit bestversorgten Region. Dennoch kann es passieren, dass am Montag die eine oder andere Stunde ausfällt.

104 Pädagogen kommen zur Verstärkung – dabei waren nur 38 geplant

„Die Grundschulen in der Stadt Leipzig sind gut versorgt – da gibt es überhaupt keine Probleme“, sagt Roman Schulz, Sprecher des Landesamtes für Schule und Bildung. „In Leipzig wachsen die Schülerzahlen durch Zuzug und Geburten, dem müssen wir Rechnung tragen.“ Ähnlich sei die Situation bei den Gymnasien. 104 Pädagogen kommen zur Verstärkung in den Bereich Leipzig – dabei waren nur 38 geplant. Viele Schulen konnten damit großzügiger Stunden planen als noch in den Vorjahren. Allerdings: Es sind natürlich auch Lehrer in den Ruhestand gewechselt. Konkrete Zahlen dafür gibt es allerdings noch nicht. „Wir haben die Abgänge aber an allen Schularten weitestgehend kompensiert.“

Probleme auch an den Berufsschulen

Bei den Oberschulen kann der Bedarf hingegen nach wie vor nicht gedeckt werden – das gilt auch für Leipzig. 66 Einstellungen wurden im Bereich realisiert, 80 Stellen gab es. „Deshalb wird es in den nächsten Wochen an der einen oder anderen Schule Gespräche über mögliche Abordnungen geben“, kündigt Schulz an. Für Berufsbildende Schulen fanden sich 25 Lehrkräfte für 57 Stellen. Auch bei Lernförderschulen bleiben zehn Stellen unbesetzt. Darüber hinaus gibt es nach wie vor Fächer, in denen Lehrer fehlen: Mathe, Physik, Chemie und Fremdsprachen.

Sachsenweit kommen 198 Stellen hinzu, die mit sogenannten Seiteneinsteigern besetzt werden. Für Leipzig sind das 22 Stellen, die seit dem 1. Mai qualifiziert werden. „Hier ist der Bedarf nicht so groß, weil eben viele ausgebildete Lehrer nach Leipzig wollen. Die haben Vorrang“, so Schulz. Weitere Seiteneinsteiger sollen zum 1. November eingestellt werden.

Mit Unterrichtsbeginn am Montag steigen in Leipzig die Schülerzahlen im Vergleich zum Vorjahr in Grundschulen um circa 400 sowie in Oberschulen und Gymnasien um jeweils 500 Schüler. In den Förderschulen stagnieren sie hingegen.

Von Mathias Orbeck

Mehr als 480.000 Schüler starten am Montag in Sachsen ins neue Schuljahr. Nach wie vor hat der Freistaat mit Lehrermangel zu kämpfen – außer in den Großstädten, wo erstmals Lehrer über den eigentlichen Bedarf verpflichtet wurden.

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