Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Zukunft des Black-Triangle-Areals in Leipzig weiter unklar
Leipzig Lokales Zukunft des Black-Triangle-Areals in Leipzig weiter unklar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:38 20.05.2019
Das lange Zeit besetzte Gelände der Deutschen Bahn an der Arno-Nitzsche-Straße in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leipzig

Was geschieht mit dem verwaisten Betriebsgelände der Deutschen Bahn AG (DB) am Gleisdreieck in der Arno-Nitzsche-Straße? Knapp ein halbes Jahr, nachdem die letzten Besetzer aus der linken Szene das „Black Triangle“ verlassen haben und die Polizei einrückte, ist die Frage der Nachnutzung noch immer nicht beantwortet.

„Die Deutsche Bahn befindet sich in Gesprächen über die weitere Nutzung“, teilte Holger Auferkamp, DB-Sprecher für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf Anfrage der LVZ mit. „Wir bitten um Verständnis, dass wir aufgrund der Bestimmungen des Datenschutzes keine weiteren Auskünfte erteilen.“ Nach der Beräumung seien das Gebäude und das Areal gesichert und der Bauzustand aufgenommen worden. Das Unternehmen habe den illegalen Besetzern sogar angeboten, dass diese persönliche Gegenstände abholen können, die sie beim womöglich überstürzten Auszug zurücklassen mussten. „Hiervon wurde kaum Gebrauch gemacht“, konstatierte Auferkamp. „Unsere eigenen Maßnahmen konzentrierten sich auf die Sicherung des Areals.“

Schadstoffe im Boden

Wichtig für die künftige Nutzung des etwa 10 000 Qua­dratmeter großen Grundstücks ist vor allem dessen aktueller Zustand. Eine Bestandsaufnahme Anfang des Jahres durch die Stadt klang nicht ganz unproblematisch. „Eine erste Überprüfung zeigte eine bereits dokumentierte Schadstoffbelastung sowie hohe Anforderungen an den Denkmalschutz“, teilte das Rathaus damals mit. Untersuchungen hätten erhöhte Schadstoffgehalte im Boden ergeben. Kein Wunder: Im Jahr 1905 wurden hier ein Kraftwerk samt Turbinenhalle, Kesselhaus und Kohlebunker sowie vier kleinere Wohngebäude errichtet.

Nach Angaben der Stadt sei das Bahn-Betriebsgelände, das seit 1993 unter Denkmalschutz steht und noch bis 1994 benutzt worden war, mit Ölkeller, Kohlelager und Werkstätten im sächsischen Altlastenkataster erfasst. Deshalb sei zunächst ein Gutachten zur Gefährdungsabschätzung bezüglich der Schadstoffgehalte im Boden erforderlich.

Altlasten-Gutachten liegt vor

Mittlerweile liegt dieses vor. „Die Untersuchungen sind abgeschlossen, im Ergebnis besteht kein Bedarf an Gefahrenabwehrmaßnahmen“, berichtete Auferkamp. Ohnedies galten etwaige Altlasten als überwindbare Hindernisse. „Wir haben zig solcher Grundstücke, wo wir mit einem Altlastenmanagement bundesweit gute Erfahrungen haben“, hatte Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, im Januar gegenüber der LVZ mitgeteilt. „Für die Bahn ist das kein Neuland, wir haben viele solcher Flächen wieder sauber bekommen.“

Hinsichtlich der Verhandlungen mit etwaigen Nachnutzern hält sich das Unternehmen ausgesprochen bedeckt. Zumindest die Stadt hatte eigenen Ambitionen für eine Übernahme des Areals bereits eine Absage erteilt: Ein Kauf berge hohe Risiken für den Steuerzahler und sei daher nicht realistisch.

Von Frank Döring

Vor dem Weltbienentag am 20. Mai summt und brummt das Geschäft bei einem Leipziger Startup: Mit einer speziellen Saatgutmischung für Bienenwiesen haben die beiden Jungunternehmer einen Bestseller gelandet. Auch eine Behindertenwerkstatt ist dadurch voll im „Bienenhype“.

19.05.2019

Der Vertrag für das Weltverkehrsforum in Leipzig läuft im nächsten Jahr aus. Der Wettbewerb um die Ausrichtung des weltgrößten Branchentreffens ist hart – Sachsen und Leipzig müssen sich insbesondere gegen die starke Konkurrenz aus Südkorea durchsetzen.

19.05.2019

Eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Sachsen im Sommer: das Grillen in lockerer Runde. Die Volkshochschule Leipzig hilft bei der Vermittlung des entsprechenden Know-hows – beim Online-Grill-Kurs MOOC.

19.05.2019