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Polizeiticker Leipzig 14 Festnahmen bei Razzia gegen illegale Migration in Leipzig
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig 14 Festnahmen bei Razzia gegen illegale Migration in Leipzig
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18:24 16.05.2019
Razzia in Leipzig-Kleinzschocher: Die Bundespolizei durchsucht eine ehemalige Kneipe in der Klingenstraße. Quelle: nöß
Leipzig

Polizisten tragen Koffer und Taschen voller Beweismittel aus einem ehemaligen Dart-Pub in Leipzig. Im Erdgeschoss stehen mehrere Doppelstockbetten neben einem stillgelegten Tresen – die frühere Kneipe in Leipzig-Kleinzschocher wurde offenbar als Wohnung von Migranten genutzt, die sich unerlaubt in Deutschland aufhielten.

Mit einer groß angelegten Razzia ist die Bundespolizei am Donnerstag gegen illegale Einwanderung vorgegangen. 14 Personen wurden dabei vorläufig festgenommen, teilte die Bundespolizeidirektion in Pirna am Nachmittag mit. Insgesamt durchsuchten 30 Beamten seit den Morgenstunden drei Wohnungen im Stadtgebiet. Im Visier stand insbesondere der seit Jahren geschlossene „Pub P“ in der Klingenstraße.

Es seien „einschlägige Beweismittel“ aufgefunden und sichergestellt worden, hieß es. Die Beamten beschlagnahmten vor Ort unter anderem zahlreiche Ausweisdokumente.

Beamte der Bundespolizei haben eine ehemalige Kneipe in der Klingenstraße in Leipzig-Kleinzschocher durchsucht. Bei der Razzia ging es nach Behördenangaben um illegale Arbeitsverhältnisse von Ausländern.

Scheinehen und gefälschte Dokumente

Bei den Verdächtigen handelt es sich um neun Personen aus dem Kosovo und fünf aus Albanien. Sie alle sollen sich unerlaubt in Deutschland aufgehalten haben. Dafür hätten sie zum Teil gefälschte Dokumente verwendet und Scheinehen geschlossen. Im Raum stehen der Verdacht der Urkundenfälschung und das Erschleichen von Aufenthaltstiteln. Zwölf der Männer sollen zudem einer illegalen Erwerbstätigkeit im Baugewerbe nachgegangen sein.

Geführt wurde der Einsatz von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe (GEG) „Bohemia“, die auf die Bekämpfung der Schleusungskriminalität im Großraum Leipzig spezialisiert ist. Sie besteht aus Mitarbeitern der Bundespolizeiinspektion für Kriminalitätsbekämpfung in Halle sowie der Polizeidirektion, Staatsanwaltschaft und Stadtverwaltung in Leipzig.

Die Ermittlungen seien mit dem Einsatz noch nicht abgeschlossen, hieß es. Die Bundespolizei kündigte an, auch gegen die verantwortlichen Schleuser vorzugehen.

Von nöß

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