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Polizeiticker Leipzig 14-Jährige stirbt nach Badeunfall am Markkleeberger See
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig 14-Jährige stirbt nach Badeunfall am Markkleeberger See
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13:34 02.07.2019
Nach einem Badeunfall am Markkleeberger See bei Leipzig ist eine der Verunglückten im Krankenhaus verstorben. (Archivbild) Quelle: André Kempner
Markkleeberg

Tragisches Ende eines Badeausflugs: Eines der Mädchen, das am Sonntag am Markkleeberger See von Badegästen vor dem Ertrinken gerettet wurde, ist am Montag im Krankenhaus verstorben. Wie die Polizei mitteilte, konnten die Ärzte das Leben der 14 Jahre alten Libyerin nicht retten.

Die Jugendliche war zusammen mit ihren beiden zwölf und 14 Jahre alten Schwestern und ihrer 15-jährigen Freundin zum Baden an den See gefahren. Sie leben in einer nahegelegenen Wohngruppe, waren jedoch ohne Begleitung am See und konnten laut Polizei nicht richtig schwimmen. Zudem unterschätzten sie wohl, dass der Untergrund hinter den Holzbuhnen schlagartig absinkt. Drei von ihnen gingen dennoch ins Wasser und mussten von Badegästen gerettet werden.

Retter erinnert sich an Situation

Einer dieser Retter war Andy Talheimer. Der 29-Jährige hatte nur ein wenig Abkühlung gesucht, seine Frau war bereits zum Nordufer des Markkleeberger See vorausgefahren und hatte es sich zusammen mit ihrem zweijährigen Sohn am Strand neben dem Aussichtspunkt an der Seepromenade gemütlich gemacht. Als Talheimer kurz vor 16 Uhr zu seiner Familie stieß, brach in einigen Metern Entfernung Unruhe aus.

Andy Talheimer (29) berichtet, wie er ins Wasser sprang und die 14-Jährige an Land zog. Quelle: André Kempner

Die Zwölfjährige konnte sich noch selbst ans Ufer retten. Eine vorbeischwimmende 38-Jährige half derweil der 15-Jährigen, wieder an Land zu gelangen, wo sie zunächst zusammenbrach. Erst als sie wieder zu sich kam, versuchte sie die anderen Badegäste darauf aufmerksam zu machen, dass die 14-Jährige untergegangen war – was aufgrund von Sprachproblemen aber nur schwerlich gelang. Eine Bekannte Talheimers versuchte zu übersetzen, berichtet der Leipziger. „Ich war schockiert, wie teilnahmslos viele Leute am Strand waren“, erinnert sich der Immobilienkaufmann.

Mehrminütige Reanimationsversuche

Zwei Männer hätten derweil im Wasser nach der Vermissten gesucht, sie auch entdeckt, aber nicht vom Grund nach oben ziehen können, schildert er. Dann griff Talheimer nach einer Taucherbrille, stieg ins Wasser und tauchte fast 2,5 Meter tief, wo er die 14-Jährige erblickte und nach oben zog. Sie war zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Minuten ohne Luft. „Es waren zwei Krankenschwestern am Strand. Die haben sie bestimmt fünf Minuten lang versucht zu reanimieren“, erinnert sich Talheimer, „Irgendwann hatte sie wieder einen Puls.“

Per Rettungshubschrauber wurden die 15- und die 14-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden verbleibenden Mädchen standen laut Polizei unter Schock und wurden durch ein Krisen-Interventionsteam betreut. Am Montagnachmittag wurde dann die traurige Nachricht bekannt, dass die 14-Jährige verstorben ist.

Von Christian Neffe

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