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Polizeiticker Leipzig Brand in Wurzner Straße mit einer Toten bleibt ohne Aufklärung
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Brand in Wurzner Straße mit einer Toten bleibt ohne Aufklärung
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12:58 06.09.2019
Feuer in der Wurzner Straße 111 in Leipzig. Quelle: TNN
Leipzig

Einer der schlimmsten Hausbrände der vergangenen Jahre in Leipzig bleibt ohne Aufklärung. Das Verfahren gegen den heute 34 Jahre alten syrischen Beschuldigten ist eingestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig am Freitag mit. „Im Ergebnis der umfangreichen Ermittlungen konnte dem zeitweise in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten die Tatbegehung nicht mit der für die Anklageerhebung notwendigen Sicherheit nachgewiesen werden“, so die Behörde. Gegen andere Personen habe sich kein Anfangsverdacht verdichtet.

Bewohner springen vom Dach

Das Feuer wütete in der Nacht zu Karfreitag 2018 in der Wurzener Straße 111. Es waren dramatische Szenen, die sich an diesem 29. März in dem sechsstöckigen Mehrfamilienhaus abspielten. 16 Menschen wurden bei dem verheerenden Brand verletzt. In Panik sprangen zwei Bewohner vom Dach des Hauses in ein Luftkissen der Feuerwehr und verletzten sich dabei. Weitere Mieter retteten die Brandschützer über Drehleitern.

Mehrfamilienhaus in Volkmarsdorf in Flammen

Ein 32-jähriger Hausbewohner wurde offenbar festgenommen. + Die Feuerwehr hat eine Leiche gefunden. + Ein Mann liegt mit schwersten Verbrennungen in einer Leipziger Klinik. + 34 Menschen haben ihre Wohnungen verloren. + Ein Teil des Gebäudes ist eingestürzt. + Die Chronologie des verheerenden Brandes in der Wurzner Straße http://go.lvz.de/4c4

Gepostet von LVZ Leipziger Volkszeitung am Freitag, 30. März 2018

Eine 40-jährige Bewohnerin konnte nur noch tot aus ihrer Wohnung geborgen werden. Ihr 32-jähriger Lebensgefährte lag wochenlang in kritischem Zustand in einer Klinik. „Er wird dauerhaft sichtbare Folgen der Brandeinwirkungen davon tragen“, sagen die Ermittler heute.

Ein Großfeuer wütete in einem Mehrfamilienhaus in der Nacht zu Karfreitag in der Wurzener Straße in Leipzig.

Sicher sind sich die Beamten: Die Frau starb an den Folgen der Brandeinwirkungen. „Es gibt keine Anhaltspunkte für eine vorangegangene gewaltsame Tötung bzw. einen vorherigen Suizid“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Darüber war nach dem Feuer spekuliert worden.

Feuer an zwei Stellen

Die Brandexperten der Polizei haben herausgefunden, dass das Feuer an zwei Stellen im Gebäude gelegt wurde. Im Hausflur habe immer wieder Sperrmüll gelegen, berichteten Mieter nach der Katastrophe. Offenbar ist der Unrat angezündet worden. Außerdem habe ein Sofa eine Ausgangstür versperrt.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Weil das Treppenhaus bereits komplett brannte und die Flammen auch aus dem Dach schlugen, musste die Feuerwehr große Mengen Wasser in das Haus pumpen. Dadurch habe die Gefahr von einbrechenden Decken bestanden. Gelöscht worden sei deshalb von außen, ein Betreten des Gebäudes sei zu gefährlich gewesen.

Millionenschaden entstanden

Der geschätzte Schaden am Gebäude betrage rund 1,5 Millionen Euro. Genauere Erkenntnisse zum Schaden der einzelnen Hausbewohner gebe es von Seiten der Staatsanwaltschaft nicht.

Von Matthias Roth

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