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Polizeiticker Leipzig Drogen-Plantage in Leipziger Hotel – Holländer vor Gericht
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Drogen-Plantage in Leipziger Hotel – Holländer vor Gericht
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18:01 10.09.2019
Eine Cannabis-Plantage mit mehr als 1000 Pflanzen gab es in einem früheren Hotel im Leipziger Stadtteil Burghausen-Rückmarsdorf. (Symbolbild) Quelle: dpa
Leipzig

Der Fall um eine großangelegte Cannabis-Plantage in Leipzig wird vor dem Landgericht neu aufgerollt. Der erste Prozess Ende Dezember 2018 war geplatzt, weil ein Schöffe während der laufenden Verhandlung mit seinem Handy hantiert und aus Sicht des Verteidigers somit deutliches Desinteresse signalisiert hatte. Den Befangenheitsantrag des Anwalts sah die 8. Strafkammer daraufhin als begründet an.

Verantworten muss sich Trong Hung H. (53), ein gebürtiger Vietnamese mit holländischer Staatsbürgerschaft. Er soll die Cannabis-Plantage in dem früheren Hotel „Ramis“ in Burghausen-Rückmarsdorf gemanagt haben. Sie flog nach mehreren Ernten bereits 2010 auf. Bei einer Razzia am 6. Mai stellten Zollfahnder 1143 Pflanzen mit einem Marktwert von rund 360 000 Euro sicher. „Auf einer Anbaufläche von 200 Quadratmetern befanden sich 55 bis 75 Zentimeter hohe Pflanzen“, so der Vorwurf.

Weitere Betreiberfamilie?

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte und seine Frau zu 25 Prozent am Gewinn der Plantage beteiligt waren. Es habe noch eine weitere Betreiberfamilie gegeben. Mittäter wiederum sollen zwei Gärtner angeheuert, bezahlt und den Verkauf geregelt haben. Die Anklage war erst 2014 erhoben, zunächst nicht zugelassen und das Hauptverfahren letztlich 2016 doch eröffnet worden.

Zum Auftakt des aktuellen Prozesses machte der Angeklagte keine Angaben, so Landgerichtssprecher Hans Jagenlauf. Die Verhandlung läuft voraussichtlich bis 27. September. In gesonderten Verfahren wurden drei Mittäter zu jeweils mehr als vier Jahren Haft verurteilt.

Von S. K.

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