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Polizeiticker Leipzig Eisenbahnstraße abgeriegelt: Polizei geht mit Großaufgebot gegen Schwarzarbeit & Co. vor
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Eisenbahnstraße abgeriegelt: Polizei geht mit Großaufgebot gegen Schwarzarbeit & Co. vor
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23:54 12.11.2019
Die Polizei und Ermittler der Zollbehörde führten am Dienstagabend mehrere Kontrollen in der Leipziger Eisenbahnstraße durch. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Der zweite Großeinsatz an einem Tag: Am Dienstagabend ist die Leipziger Eisenbahnstraße Schauplatz eines Großaufgebotes der Polizei geworden. Das Landeskriminimalamt (LKA) Sachsen und die Leipziger Polizei waren ab 17 Uhr vor Ort und führten in diversen Gewerbeobjekten Kontrollen und Befragungen durch. Dabei wurden auch mehrere Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen.

Schwerpunkt Waffenverbotszone

Anlass des Einsatzes war die Verfolgung von Fälschungsdelikten und Steuerstraftaten wie beispielsweise Schwarzarbeit. Zu diesem Zwecke seien Arbeitgeber und -nehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt und die Räumlichkeiten durchsucht worden, erklärte Heike Wilsdorf, Sprecherin des Hauptzollamts Dresden. Die Kontrollen würden sowohl verdachtsunabhängig als auch aufgrund von bestehenden Anzeigen vollzogen werden. In der Eisenbahnstraße befänden sich zahlreiche Restaurants und Bistros, weshalb die Maßnahmen hier gebündelt stattfänden, sagte Wilsdorf.

Großeinsatz von Zoll, LKA und Polizei auf der Leipziger Eisenbahnstraße am 12. November 2019

Insgesamt wurden 26 Objekte in der Eisenbahnstraße sowie in Grimma und in Thüringen durchsucht, 300 Beamte waren im Einsatz. Wie viele davon auf Leipzig entfielen, konnte LKA-Sprecher Tom Bernhard am Abend nicht sagen. „Schwerpunkt der Maßnahme ist aber die Eisenbahnstraße, insbesondere die Waffenverbotszone“, so Bernhard.

Präsenz zeigen

Das abendliche Leben auf der Eisenbahnstraße wurde durch den Großeinsatz kaum eingeschränkt. Lediglich das Fehlen des Autoverkehrs – nahezu alle Nebenstraßen wurden von der Polizei abgeriegelt, ein Passieren war nur in Nord-Süd-Richtung möglich – machte sich bemerkbar. Die Straßenbahnen konnten ungehindert fahren. In einigen der durchsuchten Läden, unter denen sich Gastronomiebetriebe, Spielotheken, Shisha-Bars und Lebensmittelhandel befanden, wurden die Geschäfte derweil ungehindert fortgesetzt.

„Wir zeigen hier Präsenz“, betonte der LKA-Sprecher mehrfach. Die Eisenbahnstraße gelte als Kriminalitätsschwerpunkt, weshalb eine konzentrierte Aktion durchgeführt worden sei, so Bernhard. Vergangene Einsätze hätten gezeigt, dass es hier „sehr schnell eskalieren“ könne. „Bisher haben sich aber alle Gewerbetreiben kooperativ verhalten“, resümierte er.

Telefone, Drogen und ein Strafverfahren

Gegen 23.30 Uhr teilte das LKA die Ergebnisse der Durchsuchungen mit, bei denen unter anderem mehrere Computer, Speichermedien und Telefone beschlagnahmt wurden. Demnach wurden mehrere hundert Gramm unterschiedlicher Drogen, wie Crystal und Marihuana gefunden. Außerdem wurden mehrere Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt – an sich nicht illegal im vorliegenden Fall wohl nicht ordnungsgemäß versteuert wurde.

Ein Schwerpunkt lag außerdem auf Schwarzarbeit. Vor allem in Handels- und Gastronomiebetrieben wurden 42 Personen befragt. Dabei wurde ein Strafverfahren eingeleitet und sieben Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Bereits am Dienstagvormittag fand in der Leipziger Südvorstadt eine Razzia gegen Organisierte Kriminalität statt.

Von CN

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