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Polizeiticker Leipzig Entwarnung nach Bombendrohung bei Leipziger Arbeitsagentur
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Entwarnung nach Bombendrohung bei Leipziger Arbeitsagentur
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17:11 01.02.2017
Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung gegen die Leipziger Arbeitsagentur. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Er beleidigte die Polizei und drohte der Arbeitsagentur in der Georg-Schumann-Straße mit einem Sprengstoffanschlag: Ein 53-jähriger Leipziger hat am Mittwochnachmittag für gehörige Aufregung gesorgt. Zunächst rief er gegen 14 Uhr über Notruf bei der Polizei an, beschwerte sich über die Arbeitsagentur und stieß bei der Gelegenheit noch ein paar Beleidigungen gegenüber dem diensthabenden Beamten aus.

Wenig später klingelte er erneut über 110 an und drohte mit einer Bombe: „In zehn Minuten gibt es den Eingang der Arbeitsagentur nicht mehr!“ Doch inzwischen hatte die Polizei den Mann, der mit einem Handy anrief, ausfindig gemacht. „Es wurde bei ihm eine Gefährderansprache durchgeführt“, so Behördensprecherin Katharina Geyer gegenüber der LVZ. Bei dem Mann seien auch keinerlei Hinweise darauf gefunden worden, dass er an einer Bombe gebaut hätte.

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Dennoch überschlugen sich nun die Ereignisse. Denn der 53-Jährige hatte mittlerweile auch noch direkt bei der Arbeitsagentur angerufen und mitgeteilt, dass er im Eingangsbereich einen Sprengkörper deponiert habe. Die Behörde veranlasste zunächst eine Evakuierung und alarmierte die Polizei.

Im Gegenzug informierten die Ordnungshüter die hauseigene Security der Arbeitsagentur über die lebhafte Vorgeschichte der aktuellen Bombendrohung. Kurz darauf konnte wieder Entwarnung gegeben werden: Einsatzkräfte fanden in dem Haus keinen Sprengkörper. Auf den Drohanrufer, der sich dem Vernehmen nach von der Arbeitsagentur ungerecht behandelt fühlte, kommen nun diverse Strafverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat, Notrufmissbrauch und Beleidigung zu.

Erst am 17. Januar war die Leipziger Agentur für Arbeit aufgrund einer Bombendrohung geräumt worden (die LVZ berichtete). Auch da war von der Polizei kein Sprengstoff im Gebäude gefunden worden.

F. D.

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