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Entwischter Häftling in Leipzig ist weiterhin auf der Flucht

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17:05 24.07.2021
Seit Freitag ist der entflohene Häftling flüchtig und wird von der Polizei gesucht.
Seit Freitag ist der entflohene Häftling flüchtig und wird von der Polizei gesucht. Quelle: NEWS5 / Grube
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Leipzig

​Er wollte partout nicht hinter Gitter: Ein 27-jähriger Algerier ist unmittelbar vor Antritt seiner Untersuchungshaft am Freitagmorgen direkt vor der Leipziger Justizvollzugsanstalt (JVA) geflohen. Wie die Bundespolizei am Samstag mitteilte, ist der Mann weiterhin flüchtig. 

Die Polizei suche „im Regelbetrieb“ nach ihm, sagte Bundespolizeisprecher Jens Damrau. Am Freitag hatten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot nach dem Mann gesucht und die Aktion gegen Abend ergebnislos abgebrochen.

Etwa hundert Beamte von Landes- und Bundespolizei waren im Gewerbegebiet Wachau und dem angrenzenden Waldstück im Einsatz. Die Beamten wurden unterstützt von Fährtenhunden und einem Hubschrauber. Es bestehe kein Risiko für die Bevölkerung, beruhigte der Polizeisprecher.

Flüchtiger trug weißes Shirt und graue Jeanshose 

Am Freitagabend veröffentlichte die Polizei eine Personenbeschreibung. Der Mann ist demnach etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß und hat kurze dunkle Haare. Zum Zeitpunkt seiner Flucht trug er ein weißes Shirt, eine graue Jeanshose und schwarz-lila-farbene Schuhe.

Der Algerier war am Donnerstag am Leipziger Hauptbahnhof gefasst worden, nachdem er einer jungen Frau das Handy gestohlen hatte. Er floh zunächst mit seiner Beute, konnte aber über die Ortung des Mobiltelefons gefunden werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde gegen den bereits wegen ähnlicher Straftaten einschlägig bekannten Trickdieb Haftbefehl erlassen. 

Er sei bereits 2019 zu einer sechsmonatigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden, informierte die Bundespolizei. Bei seiner Einlieferung am Freitag nutzte er dann einen Moment der Unaufmerksamkeit und rannte seinen Bewachern davon. 

Hinweise nimmt die Bundespolizei telefonisch entgegen: 0341 / 997990

Von Frank Döring und Robert Nößler