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Polizeiticker Leipzig Falsche Polizisten betrügen Leipzigerin mit „Ultraviewer“-Software
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Falsche Polizisten betrügen Leipzigerin mit „Ultraviewer“-Software
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17:53 08.11.2019
Mit einer neuen Betrugsmasche ist eine 68-jährige Leipzigerin beinahe um einen vierstelligen Geldbetrag gebracht worden: Die Frau wurde am Telefon von einem vorgeblichen Polizisten dazu aufgefordert, ein Fernwartungsprogramm namens „Ultraviewer“ zu installieren. (Symbolbild) Quelle: dpa
Leipzig

Ein Unbekannter, der sich am Telefon als Polizist ausgab, hat eine 68 Jahre alte Leipzigerin beinahe um einen vierstelligen Geldbetrag gebracht. Wie die Leipziger Polizei mitteilte, habe er sich dabei wohl einer bisher ungewöhnlichen Methode bedient. Demnach rief er die Seniorin, die in Holzhausen wohnt, am Donnerstagvormittag an und stellte sich als Oberkommissar Neumann vor. Nach mehreren Einbrüchen in Holzhausen habe die Polizei Listen mit dem Namen und den Kontodaten der 68-Jährigen gefunden, behauptete er. Die Frau solle das Programm „Ultraviewer“ auf ihrem PC installieren und anschließend ihren Kontostand überprüfen.

Mit dem „Ultraviewer“ ist möglich, andere Rechner online einzusehen und zu steuern. Die Frau kam der Forderung nach. Wenig später schaltete sich laut Polizei der PC ab, woraufhin die 68-Jährige misstrauisch wurde und ihre Bank kontaktierte. Dort erfuhr sie, dass die Überweisung einer vierstelligen Summe angeordnet wurde, was zum Glück noch rückgängig gemacht werden konnte. Die Polizei vermutet, dass die Transaktion über die online einsehbaren Kreditkartendaten erfolgte.

Ähnliche Fälle im Umland

Zwei ähnliche Fälle ereigneten sich laut der Behörde im weiteren Verlauf des Donnerstags in Böhlen und Wickershain. Dort wurden ein 77-Jähriger sowie eine 74-Jährige telefonisch kontaktiert und nach ihren Online-Konten gefragt. Beide beendeten daraufhin das Gespräch und informierten die Polizei.

Auch am Mittwoch kam es zu mehreren Betrugsversuchen durch vorgebliche Polizisten am Telefon. So meldete sich ein Mann, der sich als Herr Reuter vom Bundeskriminalamt ausgab, bei fünf Senioren im Stadtgebiet und erkundigte sich nach deren Konto. Alle Angerufenen beendeten das Gespräch rechtzeitig oder brachten den Anrufer durch ihr Misstrauen dazu, aufzulegen.

Die Beamten warnen in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass die Polizei am Telefon niemals nach Bankdaten, Kontoständen oder Ähnlichem frage. Auch ließe sie sich nie die Erlaubnis zur Fernsteuerung des Computers geben. Wer derartiges erlebt, solle das Gespräch unmittelbar beenden und die Polizei kontaktieren.

Von CN

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