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Polizeiticker Leipzig Geldwäsche: Gericht verurteilt Leipziger Rechtsanwalt zu 50 000 Euro Strafe
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Geldwäsche: Gericht verurteilt Leipziger Rechtsanwalt zu 50 000 Euro Strafe
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17:19 02.09.2019
Das Amtsgericht Leipzig verurteilt einen Rechtsanwalt wegen leichtfertiger Geldwäsche. In einem Punkt spricht es den Juristen aber frei (Symbolbild). Quelle: Foto: Jan Peter/dpa
Leipzig

Das Amtsgericht hat einen Leipziger Rechtsanwalt wegen leichtfertiger Geldwäsche verurteilt. Es verhängte eine Geldstrafe von 250 Tagessätzen à 200 Euro (50 000 Euro), wie ein Gerichtssprecher am Montag auf Anfrage sagte. Demnach sollen über das Fremdgeld-Konto der Kanzlei fünfstellige Beträge aus kriminellen Geschäften geflossen sein.

Das Urteil gegen den 41-jährigen Juristen sei nicht rechtskräftig geworden, hieß es. Der Betroffene habe bereits Rechtsmittel eingelegt. Er will Freispruch. Auch die Staatsanwaltschaft sei in Berufung gegangen; sie habe auf 300 Tagessätze à 200 Euro (60 000 Euro) plädiert.

Anwalt fühlt sich diskreditiert und kriminalisiert

Zum Auftakt des mehrtägigen Prozesses Anfang August hatte der Rechtsanwalt jegliche Schuld bestritten. „Ich fühle mich durch die Staatsanwaltschaft diskreditiert und kriminalisiert“, so der Jurist. Die Vorwürfe der Anklagebehörde gehen auf 2015 zurück. Im Mai sollen erst knapp 45 000 Euro und dann 15 000 Euro aus rechtswidrigen Taten auf dem sogenannten Anderkonto der Kanzlei eingegangen sein. Ein solches Bankkonto nutzen Anwälte für die vorübergehende treuhänderische Verwahrung von fremden Geldern. Beide Auslandsgutschriften hatte die Leipziger Kanzlei einem ihrer Mandanten – in bar – ausgezahlt. Nach Ansicht des Gerichts stammte das Geld aus Straftaten, wofür der Anwalt auch Anhaltspunkte hatte. Er hätte die Vorgänge genau prüfen müssen. Es handele sich aber nicht um ein Vorsatz-, sondern Fahrlässigkeitsdelikt. Der Mandant, der als Zeuge geladen war, machte keine Angaben – denn auch gegen ihn wird ermittelt.

In Bezug auf einen weiteren ähnlichen Fall von Januar 2015 sprach das Gericht den Juristen frei. Hier sei der Nachweis nicht geführt worden, dass er Anhaltspunkte für rechtswidrige Taten hatte.

Von Sabine Kreuz

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