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Polizeiticker Leipzig Leiche in Leipzig-Eutritzsch ausgebaggert – drei Verdächtige in Haft
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Leiche in Leipzig-Eutritzsch ausgebaggert – drei Verdächtige in Haft
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16:51 03.11.2017
Blick auf die "Ausgrabungsstelle" der Polizei im Stadtteil Eutritzsch am Donnerstagmorgen.
Blick auf die "Ausgrabungsstelle" der Polizei im Stadtteil Eutritzsch am Donnerstagmorgen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Auf einem Grundstück im Leipziger Stadtteil Eutritzsch sind bei Durchsuchungen der Polizei Überreste einer Leiche gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Leipzig bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz erklärte, bei dem Toten handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen 42-jährigen türkischen Staatsangehörigen, der bereits im Herbst 2014 ums Leben gekommen war. Rechtsmedizinische Ermittlungen stehen zwar noch aus, die Ermittler gehen aber davon aus, dass der 42-Jährige gewaltsam ums Leben kam.

Drei Verdächtige im Alter von 49, 44 und 22 Jahren seien ebenfalls bereits gefasst und in verschiedenen Gefängnissen inhaftiert worden. Die drei Festnahmen erfolgten laut Leipziger Staatsanwaltschaft aufgrund von Hinweisen. Genauere Angaben, woher die Tipps stammten, wurden nicht gemacht.

Die Polizei hatte das Gelände an der Dessauer Straße zwei Tage lang mit schwerem Gerät durchsucht. Bereits im September waren Beamte mit Suchhunden vor Ort gewesen. Quelle: André Kempner

Leiche soll in zwei Metern Tiefe gelegen haben

Auch zum Fundort der Leiche seien die Beamten durch einen Hinweise geführt worden. Seit Mittwochmorgen hatten Polizisten auf dem Grundstück an der Ecke Dessauer Straße/Wittenberger Straße jeden Stein umgedreht, waren dabei auch mit schwerem Baugerät vorgegangen. Nach Informationen von tag24.de fanden die Ermittler die Überreste des Leichnams letztlich unter der Erde in zwei Metern Tiefe.

Den drei Verdächtigen – zwei deutsche Staatsbürger und ein Bosnier – werde nun vorgeworfen, das 42-jährige Opfer im Herbst 2014 in Leipzig „aufgrund eines gemeinschaftlichen Tatentschlusses gewaltsam getötet und die Leiche sodann an dem jetzt festgestellten Fundort der sterblichen Überreste vergraben zu haben“, erklärte Behördensprecher Schulz.

Zu den Hintergründen der Tat wollte die Staatsanwaltschaft bisher keine Angaben machen.

mpu