Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Leipzig Die wichtigsten Infos zur Bombenentschärfung in Leipzig-Eutritzsch
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig

Leipzig: Fliegerbombe in Eutritzsch entschärft - alle Infos

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:04 23.11.2021
Luftbild vom Bombenfundort an der Wittenberger Straße in Leipzig. Neben der Tankstelle (Bildmitte) wurde der 50-Kilo-Blindgänger entdeckt.
Luftbild vom Bombenfundort an der Wittenberger Straße in Leipzig. Neben der Tankstelle (Bildmitte) wurde der 50-Kilo-Blindgänger entdeckt. Quelle: Andre Kempner
Anzeige
Leipzig

Bombenfund im Leipziger Norden: Experten haben am Dienstagnachmittag in Eutritzsch einen 50 Kilogramm schweren Blindgänger entschärft. „Da der Zünder leicht deformiert war, gab es Probleme, sodass die Entschärfung etwa zwei Stunden Zeit in Anspruch nahm“, teilte die Stadt am Nachmittag mit.

Gegen 14 Uhr hatte der Sprengmeister mit seiner Arbeit begonnen. Zuvor mussten etwa 641 Menschen ihre Wohnungen im Sperrkreis von etwa 600 Metern verlassen. Dieser war am Vormittag eingerichtet worden.

Hauptbahnhof zeitweise gesperrt

Die Fliegerbombe war am Montag um 16.18 Uhr bei Baggerarbeiten in der Wittenberger Straße gefunden worden – neben einer Tankstelle. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes aus Dresden untersuchten den Blindgänger und entschieden, dass die Bombe vor Ort unschädlich gemacht werden muss.

Während der Entschärfung konnte der Hauptbahnhof nicht angefahren werden, geplanten waren Umleitungen beziehungsweise alternative Start- und Endhaltestellen des Nah- und Fernverkehrs.

Das ist das Evakuierungsgebiet

Als Notunterkünfte standen das Leibniz-Gymnasium (Nordplatz 13) und – ausschließlich für Covid-Betroffene und Menschen in Quarantäne – die Grundschule Portitz (Göbschelwitzer Weg 1) bereit.

„Je schneller die Menschen ihre Häuser verlassen, desto schneller kann auch die Entschärfung beginnen“, bat Polizeisprecher Olaf Hoppe die Bevölkerung um Mithilfe. „Wer am Dienstag zur Arbeit gehen muss, kann ganz normal das Haus verlassen“, betonte er. Erst wenn die Sperrzone menschenleer sei, könnten die Experten vom Kampfmittelräumdienst mit ihrer Arbeit beginnen.

Der Tag im Liveticker: Die LVZ hat hier im Detail von der Evakuierung und der Entschärfung berichtet

Polizei, Feuerwehr und Stadt haben sich beraten

Am Abend hatte ein Krisenstab aus Polizei, Feuerwehr und Stadtverwaltung über das weitere Vorgehen beraten. Der anfängliche Plan, die Bombe noch in der Nacht zu entschärfen, wurde wieder verworfen. Zunächst hieß es, dass 1000 Menschen betroffen seien. Diese Zahl wurde am Dienstag korrigiert.

Von A.T./nöß/jhz/M.O.