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Polizeiticker Leipzig Leipziger Polizei auf Diebestour: Experten zeigen Ganoventricks
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Leipziger Polizei auf Diebestour: Experten zeigen Ganoventricks
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21:01 03.07.2019
Vorsicht Taschendiebe: Jens Damrau von der Bundespolizei demonstriert beim Aktionstag am Hauptbahnhof, wie leicht es ist, eine Geldbörse aus einem fremden Rucksack zu stehlen, wenn die Besitzer im Reisestress abgelenkt sind. Quelle: André Kempner
Leipzig

Wenn Ordnungshüter plötzlich zu Langfingern werden, muss das nicht immer Anlass zur Sorge sein. Kurz vor Beginn der Sommerferien und damit auch in Erwartung der nächsten großen Reisewelle war am Mittwoch das gemeinsame Taschendiebstahlspräventionsteam der Bundespolizeiinspektionen Leipzig, Erfurt und Magdeburg am Leipziger Hauptbahnhof im Einsatz. Das Besondere: Die Beamten stellen die häufigsten Tricks der Diebe in kurzen Spielszenen nach, um dabei Tipps zum Schutz vor Taschendieben zu geben. „Gerade die Urlaubswochen werden für alle zur Hochsaison, auch für Taschendiebe“, begründete Behördensprecher Jens Damrau, der zu Demonstrationszwecken selbst auf Diebestour ging, die Aktion. „Im dichten Gedränge und bei der Hektik des Reiseverkehrs werden viele Gelegenheiten für Taschendiebe geboten. Mal eben noch schnell etwas für unterwegs kaufen und dabei das Gepäck unbeaufsichtigt stehen lassen – dadurch finden Diebe immer wieder ideale Bedingungen, um mit einem raschen Griff in fremde Taschen an Geld oder Wertsachen zu gelangen.“

Vorsicht vor Rempeleien

Etwa acht Stunden lang demonstrierten die Experten, wie man es Taschendieben möglichst schwer macht: Wertgegenstände, Geld und Kreditkarten eng am Körper tragen, verschließbare Innentaschen nutzen, keine Wertsachen in Rucksäcken aufbewahren, Handtaschen mit dem Verschluss nach innen unter den Arm klemmen, keine Geldbörsen und Handys in den Taschen aufgehängter Jacken lassen, Reisegepäck stets im Blick behalten.

Wer angerempelt wird oder wem durch ein vermeintliches Missgeschick die Kleidung beschmutzt wird, sollte übrigens misstrauisch sein: Es könnte sich auch um einen Trick von Langfingern handeln. Vorsicht ist nach Erkenntnissen der Bundespolizei auch geboten, wenn Fremde allzu aufdringlich ihre Hilfe beim Einsteigen anbieten.

Am Ende wird der „Taschendieb“ beim Präventionsprogramm der Bundespolizei dann doch gefasst. Doch im Ernstfall geht es nicht immer gut aus. Quelle: André Kempner

Diesmal neu bei der Diebstahlsprävention am Gleis 24: „Coffee with a Cop", hieß es von 8 bis 18 Uhr. Dahinter steckt eine Idee aus den USA, wo es in vielen Großstädten ein etabliertes Format ist. „Bürger und Cops eines Viertels kommen bei einem Kaffee zu aktuellen Problemen ins Gespräch“, so Bundespolizeisprecherin Yvonne Manger. „Der lockere Austausch fördert sowohl das gegenseitige Verständnis als auch das Vertrauen.“ Am Hauptbahnhof wurde es als Informationsveranstaltung zum Gewinnen von Nachwuchs genutzt, ein Barista mit Coffee-Bike inklusive.

Kaffee und Karrierechancen

„Schulabgänger und interessierte Quereinsteiger lernen hierbei einen Arbeitgeber mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Karrierechancen kennen“, erläuterte Manger. „Erfahrene Beamte aus verschiedenen Einsatzbereichen stehen bereit, um umfassende Einblicke in ihren Arbeitsalltag zu geben.“ Wer wollte, konnte am Aktionsstand der Bundespolizei auch gleich auf der Internet-Plattform Instagram vom Gespräch berichten und ein Selfie mit Instagram-Rahmen aufnehmen. Auch die Bundespolizei wurde auf ihren Social-Media-Kanälen aktiv und teilte unter dem Hashtag #CoffeeWithACop ihre Eindrücke und Erfahrungen von dem lockeren Treffen mit künftigen Kollegen mit.

Von Frank Döring

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