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Polizeiticker Leipzig Polizei reagiert auf AfD-Aussage: „Keine No-Go-Areas in Leipzig“
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Polizei reagiert auf AfD-Aussage: „Keine No-Go-Areas in Leipzig“
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06:03 10.05.2019
In der Leipziger Eisenbahnstraße gilt eine Waffenverbotszone – ist die Gegend deswegen ein No-Go-Areal? Quelle: Kempner
Leipzig

„Wir sagen den No-Go-Gebieten den Kampf an, in die sich kaum noch Ordnungshüter trauen.“ Diese Aussage von Leipzigs AfD-Chef Siegbert Droese zum Wahlkampfauftakt sorgt für Diskussionsstoff – und sie trifft auf Widerspruch.

Auf konkrete Nachfrage erklärte Droese, gemeint seien die Waffenverbotszone in der Eisenbahnstraße, das Dreieck Kreuz/Eiskeller/Klemmstraße in Connewitz sowie das Gebiet rund um den Hauptbahnhof, wo es eine „militante Drogenszene“ gebe. Auch Regionen in Plagwitz hatte Droese als No-Go-Gebiete bezeichnet – allerdings ohne diese Gegenden auf Nachfrage konkret zu benennen.

Polizei widerspricht

„Im Stadtgebiet Leipzig und in unserem übrigen Zuständigkeitsgebiet existieren keine ,No-Go-Areas’“, erklärte dazu Polizeisprecher Andreas Loepki. Auch Gebiete, „in die sich kaum noch Ordnungshüter trauen“, gebe es nicht. Die genannten Örtlichkeiten seien allerdings kriminalgeografische oder „einsatzanlassstarke Schwerpunkte“.

Genau deshalb gebe es dort „eine erhöhte Präsenz – im Rahmen der tatsächlichen Möglichkeiten“, sagte Loepki. „Die Aussagen wirken für Außenstehende verunsichernd und schädigen das subjektive Sicherheitsgefühl in einem Maß, das die objektive Sicherheitslage nicht hergibt“, erklärte der Polizeisprecher weiter.

Überdehnung von Fakten?

„Nach meiner Auffassung handelt es sich um eine bewusste Überdehnung von Fakten, die in Zeiten des Wahlkampfs noch soeben von der Meinungsfreiheit gedeckt ist, aber dennoch Getöse bleibt“, so Loepki.

Beim Kommunalwahlforum des Vereins „Gemeinsam für Leipzig“ und der LVZ am Dienstag hatte bereits FDP-Stadtrat Sven Morlok der Darstellung Droeses entschieden widersprochen: „Es gibt in Leipzig keine No-Go-Areale. Fahren Sie mal nach New York oder in andere Städte – dort kann man sehen, was ein No-Go-Areal ist.“

Von A.T/bm

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