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Polizeiticker Leipzig Liveticker zum Nachlesen: 250-Kilo-Bombe gesprengt – Knall bis nach Leipzig zu hören
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Liveticker zum Nachlesen: 250-Kilo-Bombe gesprengt – Knall bis nach Leipzig zu hören
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18:57 09.12.2019
Blick in den Bombenkrater: Der Sprengmeister steht in einem vier Meter tiefen Loch, das die 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in das Feld bei Dölzig gerissen hat. Quelle: Michael Strohmeyer
Leipzig

Die Vorbereitungen liefen seit dem Morgen auf Hochtouren: Am Montagnachmittag ist auf einem Feld bei Dölzig westlich von Leipzig eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt worden. Die Explosion war in großen Teilen des Leipziger Stadtgebiets zu hören. Ein Sprengmeister brachte den fünf Zentner schweren Blindgänger amerikanischer Bauart um 16.47 Uhr kontrolliert zur Detonation.

Seit 9 Uhr war dafür ein 1500-Meter-Sperrkreis eingerichtet worden der den Schkeuditzer Ortsteil Dölzig und umliegende Ortschaften betraf. Von der Evakuierung waren bis zu 3000 Menschen betroffen. Auch eine Kita und eine Schule in Dölzig mussten evakuiert werden. Die Betroffenen kamen in vier Notunterkünften unter.

Die Sprengung der Fliegerbombe auf einem Feld bei Dölzig hielt mehrere Orte westlich von Leipzig stundenlang im Atem.

Wir haben den Tag im Liveticker begleitet.

  • 09.12.19 17:55
    Wir beenden damit unseren heutigen Liveticker. Alle Ereignisse und Bilder des Tages haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst.
    https://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Bombe-konnte-jederzeit-detonieren-Blindgaenger-bei-Doelzig-gesprengt
  • 09.12.19 17:02
    Nach der Entwarnung haben sich die drei Notunterkünfte in Dölzig, Markranstädt und Böhlitz-Ehrenberg schnell geleert. Die Bewohner seien alle mit dem Bus nach Hause gebracht worden, berichtet Markranstädts stellvertretende Bürgermeisterin Beate Lehmann. "Mit den Kameraden unserer Ortswehren und den Mitarbeitern des Ordnungsamtes konnten wir die Evakuierung zügig meistern“, lobt sie. Alleine in Markranstädt waren 50 Kräfte vor Ort, an der Pestalozzischule in Leipzig zwölf Kameraden der Feuerwehr Böhlitz-Ehrenberg. Die Polizei hatte alleine aus Sachsen rund 250 Beamte im Einsatz.
  • 09.12.19 16:39
    Laut Sprengmeister Jörg Lange war es ein komplizierter Einsatz. "Das Problem war der Zeitzünder. Der Sperrkreis wurde erweitert, weil eben Schutzmaßnahmen wie Wasser oder Erde nicht möglich waren." Die Experten konnten daher am Morgen auch nur ihren Sprengsatz anbringen und entfernten sich dann schnellstmöglich. Ob es nach der Sprengung Schäden gibt, ist derzeit nicht einzuschätzen. Momentan sehe aber alles gut aus. Das Loch muss nun die Gemeinde Schkeuditz wieder füllen. Die Schatzsucher, die die Bombe am Sonntag fanden, hätten sich korrekt verhalten. "Bei solchen Funden muss man in jedem Fall die Polizei informieren."
  • 09.12.19 16:23
    Blick in den Bombenkrater: Sprengmeister Jörg Lange steht in einem vier Meter tiefen und sieben Meter breiten Loch, das die 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in das Feld bei Dölzig gerissen hat. (Foto: Michael Strohmeyer)
  • 09.12.19 16:20
    Polizeisprecher Alexander Bertram schildert noch einmal die Brisanz des Einsatzes: "Die Bombe konnte aufgrund der Lageveränderung jederzeit detonieren. Es bestand die Gefahr, dass die Splitter in der genannten Distanz Schaden verursachen." Insgesamt seien 2500 bis 3000 Personen von der Evakuierung betroffen gewesen, darunter Anwohner, aber auch Mitarbeiter von Firmen sowie Kinder aus der Dölitzer Kita und Grundschule.
  • 09.12.19 16:17
    Am Löwen-Center in Rückmarsdorf ziehen die Einsatzkräfte ab. Gute Nachricht für den Feierabendverkehr: Auf der B181 zwischen Leipzig und der A9 kann der Verkehr nun wieder rollen. (Foto: Lina Polenz)
  • 09.12.19 16:08
    Die Sprengung sei erfolgreich gewesen, berichtet Polizeisprecher Alexander Bertram. Der Sprengmeister habe sich im Anschluss am Ort der Explosion noch einmal versichert, dass die gesamte Sprengladung auch detoniert sei. Dann erteilte er die Freigabe. Über Schäden ist bislang nichts bekannt. Die Druckwelle war außerhalb des Sperrkreises kaum zu spüren, wie unsere Reporter berichten.
  • 09.12.19 16:04
    Das Sperrgebiet ist freigegeben. Die 2200 Anwohner können zurück in ihre Häuser, sagt Polizeisprecher Alexander Bertram gegenüber LVZ.de. Auch die Bundesstraße 181 ist nun wieder befahrbar.
  • 09.12.19 15:48
    Ein dumpfer Knall - und dann ist es vorbei. Die Explosion der 250-Kilo-Bombe war in ganz Leipzig gut zu hören.
  • 09.12.19 15:47
    Die Bombe ist gesprengt!
  • 09.12.19 15:44
    Die Freigabe ist erteilt. Die Sprengung steht nun unmittelbar bevor.
  • 09.12.19 15:37
    Die Freigabe zur Sprengung der Bombe verzögert sich. Ein Krankentransportwagen befindet sich noch im Sperrgebiet.
  • 09.12.19 15:24
    Alles ist evakuiert. 2200 Anwohner waren nach jüngsten Informationen von der Räumung betroffen. Jetzt müssen noch die Einsatzkräfte aus dem Gefahrenbereich, dann soll gesprengt werden. Der Schkeuditzer OBM Rayk Bergner bestätigt: 16.30 Uhr soll es soweit sein.
  • 09.12.19 15:22
    Beim letzten Bombenfund vor knapp einer Woche in Leipzig gab es lange Verzögerungen. Anwohner wehrten sich gegen die Evakuierung im Sperrkreis rund um den Fundort. Können Verweigerer bestraft werden?
  • 09.12.19 15:17
    Nun fehlt nur noch Rückmarsdorf - nach Abschluss der Evakuierung soll die 250-Kilo-Bombe an der B181 gesprengt werden. In der als Notunterkunft genutzten Oberschule in der Pestalozzistraße in Böhlitz-Ehrenberg sind derzeit 20 Kinder aus dem Hort in Rückmarsdorf, die bis 17 Uhr von den Eltern abgeholt werden. Sechs Lehrer und zwei Hausmeister haben bis jetzt die Stellung gehalten, so Schulleiterin Annette Richter.
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Von mro/L.P./nöß

Westlich von Leipzig ist eine Fliegerbombe gefunden worden. Sie liegt laut Polizei auf einem Feld zwischen Frankenheim, Dölzig und Burghausen-Rückmarsdorf. Am Montagmorgen soll es zu Evakuierungen und Straßensperrungen kommen.

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