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Polizeiticker Leipzig Mädchen gefesselt, missbraucht und gefilmt: BGH bestätigt drastische Haftstrafe
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Mädchen gefesselt, missbraucht und gefilmt: BGH bestätigt drastische Haftstrafe
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06:03 25.05.2019
Prozessauftakt am Landgericht Leipzig: Andreas S. und Heike H. wird schwerer sexueller Missbrauch eines Mädchens angelastet. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Die hohen Gefängnisstrafen für ein Horror-Paar aus Leipzig sind jetzt rechtskräftig. Es hatte ein kleines Mädchen gefesselt, schwer sexuell missbraucht und dabei gefilmt. Demnach muss Kindesmutter Heike H. (45) für zehn Jahre und neun Monate hinter Gitter; ihr Partner Andreas S. (39) für neuneinhalb Jahre. Während die Frau die Entscheidung des Landgerichts vom November 2018 gleich akzeptiert hat, ging der Mann in Revision. Diese hat der Bundesgerichtsgerichtshof (BGH) nun jedoch als unbegründet verworfen, hieß es am Landgericht. Es hätten sich keine Rechtsfehler ergeben.

„Besonders widerwärtig“

Wie berichtet, hatte der Vorsitzende Richter der 8. Strafkammer die Straftaten der Mutter gegenüber ihrer kleinen Tochter als „besonders widerwärtig“ und „schrecklich“ bezeichnet. Mit ihrem Lebensgefährten hatte die Frau das Kind zwischen 2014 und 2017 bei Missbrauchshandlungen gefilmt, um die Dateien über einschlägige Chats im Internet zu verbreiten.

Das zu den Tatzeiten ein bis vier Jahre alte Mädchen sei gefesselt und penetriert worden. Nach Einschätzung der Richter war der Mann die treibende Kraft, er habe sich sexuell stimuliert gefühlt. Die Frau habe sich blind gefügt, um ihn nicht zu verlieren. Tatort war meist die Wohnung der Frau in Leipzig-Mockau. Sie wurde wegen 26 Fällen, er wegen 16 schuldig gesprochen.

Opfer extrem traumatisiert

Mit ihren drastischen Strafen übertraf die Kammer selbst die Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Behörde hatte für den Mann mit siebeneinhalb Jahren zwei Jahre Gefängnis weniger beantragt. Auch für die Mutter lag die Forderung 15 Monate darunter. Zur Zeit der Urteilsverkündung war die Kleine fünf Jahre alt, lebte im Heim und galt als „extrem traumatisiert“.

Von Sabine Kreuz

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