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Polizeiticker Leipzig Fast sechs Jahre Gefängnis nach Messerattacke in Leipziger Park
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Fast sechs Jahre Gefängnis nach Messerattacke in Leipziger Park
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08:34 26.04.2019
Bleibt hinter Gittern: der Angeklagte Justin K. sitzt seit Juli in Untersuchungshaft. Sein Verteidiger hatte auf Bewährung plädiert, das Gericht verhängte jedoch fast sechs Jahre Haft. Quelle: Foto: dpa
Leipzig

Nach einem Messerangriff in Kleinzschocher soll ein 22-jähriger Leipziger für fünf Jahre und neun Monate hinter Gitter. Justin K. hatte am 13. Juli 2018 gegen 20 Uhr einem Kontrahenten in einem Park unweit des Friedhofs in der Schwartzestraße vier Messerstiche in den Rücken versetzt. Der 32-jährige Geschädigte musste noch am selben Abend operiert werden. Der linkere obere Lungenlappen war getroffen worden.

Gericht: Rücktritt vom Mordversuch

Wie berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten zunächst versuchten Mord angelastet und war von Heimtücke ausgegangen. Das Landgericht Leipzig sprach Justin K. jetzt jedoch wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig. Begründung: Er sei „strafbefreiend vom Mordversuch zurückgetreten“. Denn er habe nicht weiter zugestochen, als der 32-jährige Geschädigte vom Ort der Auseinandersetzung weggelaufen sei, entschied die erste Strafkammer nach neun Verhandlungstagen. Der Prozess hatte bereits Mitte Januar begonnen.

Nach Angaben des Angeklagten hatte sich am Tattag eine etwa zehnköpfige Gruppe in dem Park getroffen. Mit steigender Alkoholisierung einzelner Leute sei es zunehmend zu gegenseitigen Beleidigungen, Beschimpfungen und zu Streitereien gekommen. Auch er habe ziemlich viel Bier und härtere Sachen getrunken, berichtete der 22-Jährige.

22-Jähriger seit Juli in Untersuchungshaft

Als sich der auch in eine Auseinandersetzung verwickelte spätere Geschädigte Michael T. nicht beruhigen wollte, „habe ich ihn umklammert und versucht, zu Boden zu bringen“, schilderte Justin K. zu Prozessbeginn. Dann habe er mit seinem Taschenmesser zugestochen. Erst als Michael T. mit jemandem wegging, habe er die Einstiche in dessen Jacke gesehen.

Am 24. Juli nahm die Polizei den Angeklagten fest. Seither befindet sich Justin K., der damals mit seiner Freundin zusammengelebt hatte, in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft war ebenfalls nicht mehr von versuchtem Mord ausgegangen, hatte wegen gefährlicher Körperverletzung dreieinhalb Jahre Freiheitsentzug gefordert; Verteidiger Matthias Luderer wollte hingegen auf eine Bewährungsstrafe hinaus und ist laut Landgericht bereits in Revision gegangen.

Von Sabine Kreuz

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