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Polizeiticker Leipzig Messerstecherei – Staatsanwaltschaft nimmt Mordanklage zurück
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Messerstecherei – Staatsanwaltschaft nimmt Mordanklage zurück
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16:37 13.09.2019
Polizeieinsatz nach der Messerstecherei am 25. April dieses Jahres an der Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Im Fall des brutalen Übergriffs auf eine Fußgängerin im April dieses Jahres im Clara-Zetkin-Park hat die Staatsanwaltschaft ihre Anklage gegen einen 34 Jahre alten Leipziger wieder zurückgenommen. Diese lastete Sten P. versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung an. Mindestens elfmal soll der Mann demnach an der Sachsenbrücke auf eine 32 Jahre alte Passantin mit einem Messer eingestochen haben.

Grund für die Rücknahme ist das Gutachten eines Psychiaters über den mutmaßlichen Täter, das erst nach der Anklageerhebung bei der Behörde eingegangen war. Der Sachverständige geht davon aus, dass der Mann unter einer psychischen Erkrankung leidet.

Mann nicht schuldfähig

Die Staatsanwaltschaft reichte aber umgehend eine sogenannte Antragsschrift beim Landgericht Leipzig ein, wie ein dortiger Sprecher bestätigte. Sie geht nunmehr davon aus, dass der an Schizophrenie erkrankte Mann im Zustand der Schuldunfähigkeit einen Mordversuch begangen hat. Die Richter müssen nun darüber entscheiden, ob der 34-Jährige dauerhaft im Maßregelvollzug und damit in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden muss. Das Sicherungsverfahren beginnt voraussichtlich am 22. November.

Den Ermittlungen zufolge soll Sten P. am 25. April die Passantin in der Anton-Bruckner-Allee nahe der Brücke verfolgt und unvermittelt mit einem Messer attackiert haben. „Er trat von hinten an sie heran, fasste sie an den Haaren und riss sie zu Boden“, sagte ein Sprecher des Landgerichts zum Tatablauf. Der Angreifer habe sich auf die 32-jährige Frau gekniet und auf ihren Kopf, ihren Hals und ihren Oberkörper eingestochen. Die gebürtige Dresdnerin, die in Leipzig lebt, erlitt viele blutende Wunden und kam ins Krankenhaus, wurde aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Passanten konnten den Messerstecher festhalten; er kam in Untersuchungshaft. Nach Vorlage des Gutachtens wurde der Mann Ende August aus dem Gefängnis in eine medizinische Einrichtung verlegt. Sein Motiv galt als unklar. Nach Aktenlage kannte die Geschädigte den Messerstecher nicht.

34-Jähriger bereits polizeibekannt

Laut Staatsanwaltschaft ist der 34-Jährige bereits polizeibekannt. Dem Vernehmen nach hatte es bereits mehrere Verfahren gegen die Reinigungskraft wegen aggressiven Verhaltens gegenüber Dritten gegeben. Diese endeten teils auch mit Freisprüchen wegen Schuldunfähigkeit.

Von Sabine Kreuz

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