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Polizeiticker Leipzig Missbrauch von Schwerstbehinderter: Leipziger Pfleger vor Gericht
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Missbrauch von Schwerstbehinderter: Leipziger Pfleger vor Gericht
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11:07 20.08.2019
Sein Gesicht verbirgt er vor den Pressefotografen: Krankenpfleger Peter F. steht wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer Schwerstbehinderten vor Gericht. Quelle: Kempner
Leipzig

Es war das wehrloseste Opfer, das man sich vorstellen kann: Ein zwölfjähriges Mädchen, schwerstbehindert und auf dem Entwicklungsstand eines drei Monate alten Säuglings, soll von ihrem Krankenpfleger in mehreren Fällen sexuell missbraucht worden sein. Am Dienstag begann am Landgericht der Prozess gegen den 53-jährigen Leipziger.

Fünf Übergriffe angeklagt

Noch vor Verlesen der Anklageschrift beschloss die 8. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Rüdiger Harr, für die Dauer der gesamten Hauptverhandlung die Öffentlichkeit auszuschließen. Lediglich die Urteilsverkündung soll dann nicht mehr hinter verschlossenen Türen stattfinden. Sowohl Opferanwältin Ina Alexandra Tust als auch Verteidiger Frank Hartmann hatten dies zuvor beantragt. Damit sollten die Persönlichkeitsrechte ihrer Mandantin gewahrt werden, so die Nebenklagevertreterin.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Peter F. nach Gerichtsangaben insgesamt fünf massive sexuelle Übergriffe im Zeitraum zwischen Oktober 2018 und März 2019 vor. Als Mitarbeiter eines Intensivpflegedienstes sollte er in den Nachtstunden in der elterlichen Wohnung für das schwerstbehinderte Kind sorgen. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass er die Lage der Kranken ausgenutzt hat, um sich an ihr zu vergehen und auch Fotos seines entblößten Opfers zu machen.

Überwachungskamera im Kinderzimmer

Weil die Eltern offenbar einen gewissen Verdacht schöpften, installierten sie Überwachungstechnik in jenem Zimmer, in dem ihre Tochter von dem Pfleger betreut wurde. Tatsächlich bekam der Vater in der Nacht zum 19. März gegen 5 Uhr einen der Übergriffe mit, erstellte geistesgegenwärtig Screenshots von den Aufnahmen der Überwachungskamera, sodass der Täter überführt werden konnte.

Das Gericht hat für den Prozess noch einen weiteren Verhandlungstag am kommenden Dienstag vorgesehen. Dann könnte auch das Urteil verkündet werden. Während der Verhandlung wird die betroffene Familie vom Verein Opferhilfe betreut.

Von Frank Döring

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