Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Leipzig Mord an Tagesmutter in Leipzig: Täter muss lebenslang ins Gefängnis
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Mord an Tagesmutter in Leipzig: Täter muss lebenslang ins Gefängnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:38 17.07.2015
Für den Mord an einer Tagesmutter in Leipzig ist der 24-jährige Angeklagte am Freitag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Quelle: dpa
Leipzig

Das Landgericht Leipzig sprach den Mann am Freitag des Mordes sowie des besonders schweren Raubes mit Todesfolge schuldig.

Der Angeklagte hatte gestanden, die 64-Jährige im vorigen Oktober in ihrer Wohnung getötet zu haben. „Sie haben einen extrem brutalen Mord begangen“, sagte der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf zu dem 24-Jährigen. Die Leiche der Frau wies 34 Messer- und Scherenstiche auf. Ein Rechtsmediziner hatte das als regelrechten „Overkill“ bezeichnet. Der Mann habe aus Habgier gemordet, sagte Jagenlauf.

Nach dem Tod der Frau, die als Tagesmutter arbeitete, habe er deren Wohnung durchsucht und Schmuck, Münzen sowie eine Spielkonsole gestohlen. Unmittelbar danach habe er Teile der Beute zu Geld gemacht. Opfer und Täter hatten zuvor über gestohlene 11 500 Euro gestritten. Der 24-Jährige gab im Prozess zu, einen Beutel mit dem Geld im Mai 2013 aus einem Schlafzimmerschrank genommen zu haben.

Die 64-Jährige hatte ihn angezeigt und auch einen Detektiv auf ihn angesetzt. Im Oktober wollte er sie dazu bewegen, die Anzeige zurückzunehmen. Als die Frau rigoros ablehnte, entschloss sich der 24-Jährige nach Überzeugung des Gerichts, sie zu töten. Der bis zum Hals tätowierte Angeklagte quittierte den Urteilsspruch mit Grinsen, Kopfschütteln und Drohgebärden in den Zuschauerraum. Er hatte im Prozess erst geschwiegen und dann kurz vor Schluss doch noch ein Geständnis abgelegt. Dieses wertete die Strafkammer jedoch auch als Versuch, „sich an den für eine Verurteilung relevanten Punkten vorbeizumogeln“, wie Jagenlauf sagte.

Dass die 64-Jährige den Mann angegriffen haben soll, wie von ihm behauptet, und dass er in der Wohnung lediglich nach einem Notizbuch gesucht und nichts gestohlen haben wollte, sei „ziemlicher Blödsinn“. Die Staatsanwaltschaft hatte neben lebenslanger Haft auch gefordert, dass die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird. Dann wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen. Das Gericht stellte die besondere Schuldschwere jedoch nicht fest. Der Verteidiger des 24-Jährigen hatte zehn Jahre wegen Totschlags gefordert. Er ließ offen, ob er Rechtsmittel einlegen wird.

dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Er raste teilweise in den Gegenverkehr, lieferte sich mehr als eine halbe Stunde lang ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei quer durch den Leipziger Südosten.

11.07.2014

Unbekannte sind in eine Kfz-Werkstatt in der Delitzscher Straße eingebrochen und haben einen Schaden von rund 30.000 Euro angerichtet. Der Vorfall ereignete sich zwischen Montagnachmittag und Mittwochmittag.

10.07.2014

Ein Mann hat am Mittwochnachmittag in Leipzig-Paunsdorf mehrere Fahrräder auseinandergebaut und einzelne Teile gestohlen. Der 36-Jährige wurde jedoch von einem Fahrradeigentümer bei der Tat beobachtet.

10.07.2014