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Polizeiticker Leipzig Nach Pegida: Auseinandersetzung auch am Leipziger Hauptbahnhof
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Nach Pegida: Auseinandersetzung auch am Leipziger Hauptbahnhof
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09:42 31.10.2015
Screenshot eines Handyvideos von der Auseinandersetzung in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofes.  Quelle: Tim Wagner
Leipzig

Am und im Leipziger Hauptbahnhof ist es in der Nacht zum Dienstag mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen Leipziger Teilnehmern des Pegida-Aufmarsches und Gegendemonstranten gekommen. Auf dem Willy-Brandt-Platz vor der Osthalle wurde laut Polizei eine Gruppe der Rechtspopulisten angegriffen. Zuvor sollen die Rechten am ehemaligen Hotel Astoria aber auch Jagd auf Jugendliche gemacht haben. Im Bahnhof kam es anschließend erneut zur Konfrontation: Ein Pegida/Legida-Anhänger habe hier ein Messer gezogen, seine Mitstreiter gingen mit Holzlatten auf die Gegendemonstranten los, berichten Augenzeugen. Die Polizei musste mehrfach einschreiten.

Scharmützel vor der Osthalle und am Astoria

Nach Angaben der Behörden waren gegen Mitternacht etwa zeitgleich vier Busse aus der Landeshauptstadt in der Messestadt eingetroffen. „Gegen 0.15 Uhr wurden vor der Osthalle etwa 25 Legida-Anhänger von Gegnern angegriffen“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt. Beamte der PD Leipzig gingen dazwischen, konnten die Lager trennen. Eine Polizistin wurde durch einen Stein verletzt. Es wurde Anzeige wegen Landfriedensbruchs gestellt, sagte Voigt.

Nach Informationen des Netzwerks NoLegida soll es vor dieser Auseinandersetzung bereits am ehemaligen Hotel Astoria einen Konflikt gegeben haben. Eine Gruppe von etwa 15 Neonazis habe vor der Westhalle eher linksaussehende Jugendliche angegriffen, die anschließend in Richtung Goethestraße flohen, heißt es. Vor der Ostseite des Bahnhofs sollen die Rechten dann weitere Gegendemonstranten und die Polizei angegriffen haben, dann flogen Steine, so ein Sprecher von NoLegida.

Attacke im Bahnhof: „Es war ein schlimmes Chaos“

Sicher ist zumindest: Die Pegida/Legida-Anhänger begaben sich anschließend in die Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofes, wo gerade weitere Gegendemonstranten aus Richtung der Bahnsteige kamen. „Wir waren etwa 50 Leute, ich wollte mein Fahrrad holen gehen, als plötzlich ein Mädchen rannte und es Schreie gab. Dann sahen wir die Nazis kommen“, erzählt Student Alexander, der mit Freunden an den Pegida-Gegendemonstrationen in Dresden teilgenommen hatte.

Ebenfalls in der Gruppe von Pegida/Legida-Gegnern war Fotojournalist Tim Wagner: „Es kamen etwa 15 Personen herein und brüllten: Antifa-Hurensöhne. Einer der Legida-Leute, ein Mann mittleren Alters, zückte plötzlich ein Messer, fuchtelte damit herum und ging so durch die Gruppe der Gegner durch“, sagte Wagner gegenüber LVZ.de.

Dieser Drohung sollen weitere Angreifer gefolgt sein. „Das waren etwa 15 sportliche Hooligans und die hatten lange Holzlatten dabei, pöbelten uns an, es gab auch einige körperliche Auseinandersetzungen“, so Wagner weiter: „Es war ein schlimmes Chaos“. Die Situation währte nur einige Sekunden, dann trafen Beamte der Bundespolizei ein. „Wir hatten im Bahnhof verbale Auseinandersetzungen mit etwa 15 Legida-Anhängern“, bestätigte Polizeisprecher Uwe Voigt. Die Lage sei aber schnell unter Kontrolle gewesen. Es kam zu keiner Identitätsfeststellung, weitere Anzeigen wurden nicht aufgenommen.

 

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