Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Leipzig Nach Urteil zu Allianz-Abzocke: Revision eingelegt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Nach Urteil zu Allianz-Abzocke: Revision eingelegt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:31 09.07.2019
Um etwa eine Million Euro soll die Allianz von einem ihrer früheren Schadenregulierer geprellt worden sein. Quelle: dpa
Leipzig

Im Fall eines groß angelegten Versicherungsbetruges akzeptiert die Staatsanwaltschaft das Urteil des Landgerichtes Leipzig nicht. Es hatte einen früheren Mitarbeiter der Allianz zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und außerdem zu einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen à 39 Euro (9360 Euro) verurteilt. Die Richter sprachen den langjährigen Schadenregulierer Alexander N. (55) der Untreue in 42 Fällen schuldig, sagte Landgerichtssprecher Hans Jagenlauf am Montag.

Wie berichtet, ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass Alexander N. die Versicherung zwischen 2007 und 2009 um etwa 1,4 Million Euro geprellt hat. Zunächst lastete ihm die Behörde 56 Fälle der Untreue an. Nach der Verfahrenseinstellung zu 14 Fällen ging es noch um eine Million Euro Schaden.

Gemeinsame Sache mit Versicherungsnehmern

Dem Schuldspruch zufolge machte der Mitarbeiter im Außendienst gemeinsame Sache mit Versicherungsnehmern. Hauptsächlich wurden Wasserschäden auf deren Grundstücken vorgetäuscht. Das per Scheck zur angeblichen Reparatur gewährte Geld steckten sich dann die Beteiligten ein.

Die Staatsanwaltschaft forderte für Alexander N. mit vier Jahren und drei Monaten Haft eine Strafe, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Sie legte Revision gegen dieses Urteil ein.

Genauso verhielt es sich im Fall des Mitangeklagten Thomas G. (45): Er erhielt wegen 18-facher Beihilfe zur Untreue 22 Monate Haft auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 14 Euro (2520 Euro). Die Anklagebehörde plädierte auf (nicht bewährungsfähige) drei Jahre und zwei Monate Haft. Die Verteidigung hingegen forderte für beide Männer Bewährungsstrafen.

Behörden ermitteln fünf Jahre

2010 erstattete die Allianz Anzeige. Erst ein anonymer Hinweis hatte interne Kontrollen in Gang gebracht. Im Herbst 2011 fanden dann in mehr als 30 Objekten Durchsuchungen statt. Nach fünf Jahre dauernden Ermittlungen von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft wurde 2015 Anklage gegen Finanzkaufmann Alexander N., der aus Sachsen-Anhalt stammt, und den Leipziger Thomas G. erhoben. Beide hatten bis dato eine weiße Weste.

Von Sabine Kreuz

Zwei Freisprüche gab es nach dem Anschlag auf die Leipziger Wohnung von Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU). Gegen das letzte Urteil hat die Staatsanwaltschaft nun Revision eingelegt.

09.07.2019

Am Sonntagnachmittag hat eine Frau in ihrer eigenen Küche ein Feuer verursacht, als sie Kerzen herstellen wollte. Sie wurde dabei leicht verletzt.

08.07.2019

Ein Autofahrer hat einer Motorradfahrerin im Leipziger Norden die Vorfahrt genommen. Die Frau verletzte sich bei dem Unfall schwer.

08.07.2019