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Polizeiticker Leipzig Neue Löschfahrzeuge für Leipzigs Brandbekämpfer
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Neue Löschfahrzeuge für Leipzigs Brandbekämpfer
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10:19 27.06.2019
14 neue Löschfahrzeuge wurden der Feuerwehr am Mittwoch auf dem Leipziger Markt übergeben. Die Technik ist sowohl für Berufsfeuerwehr, als auch freiwillige Wehren. Quelle: André Kempner
Leipzig

Löschfahrzeuge – mag sein, dass mancher Besucher des Leipziger Marktes am Mittwochmittag bei praller Sonne und 37 Grad im Schatten angesichts einer trockenen Kehle da andere Assoziationen hatte. Doch was da mitten im Stadtzentrum in Reih und Glied geparkt war, ist für die Brandbekämpfer der Messestadt ein enormer Fortschritt. Jene 14 neue Löschfahrzeuge, die feierlich übergeben wurden, stoßen zu einer betagten Flotte, deren Autos im Schnitt 20 Jahre auf dem Buckel haben. Aus Sicht der Stadt war die Erneuerung der Technik daher unausweichlich.

14 neue Feuerwehrfahrzeuge für Leipzig

Nur ein erster Schritt

Auch vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt: Zwar stellte die Verwaltung zuletzt fest, dass sich die Zahl der Feuerwehreinsätze bis 2017 trotz Bevölkerungswachstums nicht signifikant erhöht hat. Doch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten dürfte sich dies den Berechnungen zufolge ändern. Gab es Ende 2017 exakt 6892 Feuerwehreinsätze, wurden 2018 bereits fast 7900 absolviert. Für die Jahre 2025 (8300 Einsätze) und 2030 (8800) sind weitere Steigerungen prognostiziert.

Aus diesem Grund sind die 14 neuen Fahrzeuge auch nur ein erster Schritt. Der Freistaat Sachsen steuert gut zwei Millionen Euro zu dieser für die Leipziger Feuerwehr einmaligen Gesamtinvestition von über fünf Millionen Euro bei. „Es ist ein großer Tag für Leipzig“, sagte Innenminister Roland Wöller (CDU). „Investitionen in unsere Feuerwehr sind Investitionen in unsere Sicherheit. Deshalb unterstützt der Freistaat die bedeutsame Arbeit im Brandschutz. Die Kameraden retten aber nicht nur Leben und löschen Brände, sie stiften auch gesellschaftlichen Zusammenhalt und sind damit Vorbilder für uns alle.“

Prototypen ausgiebig getestet

Laut dem Brandschutzbedarfsplan sollen insgesamt 25 neue Löschfahrzeuge angeschafft werden, die nächsten Autos werden nach Angaben von Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) in den kommenden beiden Jahren erwartet. Sieben der am Mittwoch übergebenen Löschfahrzeuge erhält die Berufsfeuerwehr, die anderen rollen künftig für freiwillige Wehren in der Stadt. Firmen aus Luckenwalde und Görlitz setzten sich bei der Ausschreibung durch. Damit zum scharfen Start alles gleich funktioniert, gab es eine Einlaufphase: Zwei Prototypen waren von November 2018 bis März 2019 zu Testzwecken im Einsatz.

„Die Freiwilligen Feuerwehren erhalten die baugleichen Hilfeleistungslöschfahrzeuge wie die hauptamtlichen Kollegen der Berufsfeuerwehr“, so Rosenthal. „Damit kann sichergestellt werden, dass nicht nur identische Fahrzeuge im Einsatz sind, sondern sich auch Synergieeffekte bei der Wartung, Instandhaltung und in der Ausbildung zum sicheren Umgang mit dieser Technik einstellen.“ Einen kleinen Unterschied gibt es allerdings: Drei Löschfahrzeuge sind mit kompakteren Maßen für den Einsatz in den Freiwilligen Ortsfeuerwehren gedacht, in deren Gerätehäusern nicht genügend Platz vorhanden ist“, erläuterte Branddirektor Peter Heitmann. „So kommen diese Fahrzeuge in Burghausen, Kleinpösna und Lausen zum Einsatz.“

Wieder mehr Wohnungsbrände

Die Ausstattung für die freiwilligen Brandbekämpfer ist durchaus gerechtfertigt. Freiwillige Feuerwehren waren nach Informationen der Stadt beispielsweise im Jahr 2017 an fast 40 Prozent aller Feuerwehreinsätze beteiligt. Insgesamt gibt es 1000 Ehrenamtliche in 22 Ortsfeuerwehren, in den sechs Wachen der Berufsfeuerwehr tun 700 hauptamtlich Beschäftigte ihren Dienst. In der überwiegenden Zahl der Fälle (65 Prozent) hatten sie es bisher mit technischen Hilfeleistungen zu tun, bei 35 Prozent der Einsätze ging es um das Löschen von Bränden. So kam es im Jahr 2017 zu insgesamt 271 Wohnungsbränden in der Stadt, so viele wie seit 2011 nicht mehr.

Von Frank Döring

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