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Polizeiticker Leipzig Protest gegen Abschiebung im Leipziger Norden – Mann erleidet Anfall
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Protest gegen Abschiebung im Leipziger Norden – Mann erleidet Anfall
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19:38 27.08.2019
Aktivisten haben am Montag zu einer spontanen Demonstration gegen Abschiebungen aufgerufen. (Archivbild) Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Mehrere Aktivisten haben sich am Montagabend zu einer spontanen Demonstration im Leipziger Norden versammelt. Die Protestler wollten ab 22 Uhr eine Abschiebung in der Max-Liebermann-Straße verhindern. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, richtete sich die Abschiebung gegen einen 31-Jährigen aus der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung.

Der Veranstalter berichtete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, dass zwischen 50 und 100 Menschen seinem Aufruf gefolgt seien. Die Polizei sprach von rund 80 Teilnehmern. Demnach setzten sich die Protestierenden vor den Haupteingang der Erstaufnahmeeinrichtung – trotzdem sei dieser aus der Unterkunft gebracht worden.

Wie es von der Polizei weiter heißt, erlitt der 31-Jährige später allerdings einen Anfall und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Zum genauen Gesundheitsstand gab es keine Angaben. Der medizinische Notfall habe sich „beim Zwischenstopp in einer anderen Dienststelle“ ereignet.

Wahlplakate abgerissen

Später fuhr die Polizei nach eigenen Angaben dann erneut zu der Erstaufnahmeeinrichtung. Die dortigen Sicherheitskräfte hätten gemeldet, dass Versammlungsteilnehmer teilweise Wahlplakate abgerissen hätten.

Als die Polizei eintraf, habe eine 21-Jährige gerade ein Plakat abgerissen, ihre Identität sei aufgenommen worden. Wie die Beamten später feststellten, wurde insgesamt 118 Wahlplakate von unterschiedlichen Parteien abgerissen – unklar blieb nur, wo genau die Plakate hingen.

70 Menschen demonstrieren vor dem Hauptbahnhof

Bereits am Montagnachmittag hatten sich ungefähr 70 Personen auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Leipziger Hauptbahnhof versammelt, um gegen die Praxis von Abschiebungen zu demonstrieren. Der bayrische Flüchtlingsrat hatte bekannt gegeben, dass mehrere Geflüchtete am Dienstag abgeschoben werden sollten. Das war laut der Ankündigung der Veranstalter Anlass für die Kundgebung. Ein Sprecher der Polizei gab an, dass diese Demonstration ohne Zwischenfälle verlief.

Von tsa/luc

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