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Polizeiticker Leipzig Sex-Übergriffe in Straßenbahnen: Grapscher in Psychiatrie
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Sex-Übergriffe in Straßenbahnen: Grapscher in Psychiatrie
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18:03 10.05.2019
Florian T. muss nach zahlreichen Übergriffen in die Psychiatrie. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Urteil nach einer Serie von sexuellen Übergriffen auf Frauen in Leipziger Straßenbahnen: Die 8. Strafkammer des Landgerichts Leipzig unter Vorsitz von Richter Rüdiger Harr ordnete für den mutmaßlichen Täter Florian T. (25) eine Unterbringung in der Psychiatrie an.

Der aus Halle stammende Mann gilt aufgrund einer dauerhaften Persönlichkeitsstörung als schuldunfähig. Bei einem Unfall als Jugendlicher soll er hirnorganische Schädigungen erlitten haben. Der seit dem 3. April weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit laufende Prozess war daher ein sogenanntes Sicherungsverfahren. Entscheidend war vor allem die Frage, ob Florian T. weitere erhebliche Straftaten begehen könnte und er deshalb in den Maßregelvollzug muss, weil er für die Allgemeinheit gefährlich ist.

Dies bejahte das Gericht. Auf der Grundlage eines psychiatrischen Gutachtens stellte es fest, dass von dem Mann weitere schwere Übergriffe zu befürchten sind. In ihrer Entscheidung legten die Richter Florian T. insgesamt noch 33 Fälle aus den Jahren 2017 und 2018 zur Last, die Staatsanwaltschaft war ursprünglich sogar von 40 Taten ausgegangen.

Opfer setzt sich zur Wehr

Nachdem er am 11. Juli 2018 abends in einer Straßenbahn der Linie 9 einer damals 25-jährigen Frau an die Brust gegriffen haben soll, wurde er gefasst. Denn das Opfer hatte sich gewehrt und versucht, ein Foto von ihm zu machen. Nach Erkenntnissen der Ermittler schlug er sie, wurde dann aber von Zeugen festgehalten. Zunächst kam er in Untersuchungshaft, kurz darauf wurde er in die Psychiatrie überstellt.

In einem vergleichbaren Fall war ein 28-Jähriger 2017 zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Allerdings: Die ihm zur Last gelegten 20 Übergriffe auf Frauen in Straßenbahnen und Nachtbussen in den Jahren 2015/2016 wurden nicht bestraft, einige Verfahren sogar eingestellt. Der Grund: Es fehlte an Beweisen. Verurteilt wurde er wegen der Vergewaltigung einer Gohliserin im Keller eines Mehrfamilienhauses.

Von Frank Döring

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