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Polizeiticker Leipzig Silvester-Ausschreitungen am Connewitzer Kreuz – das meinen die LVZ-Leser
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Silvester-Ausschreitungen am Connewitzer Kreuz – das meinen die LVZ-Leser
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16:10 10.01.2020
In der Silvesternacht musste die Polizei am Connewitzer Kreuz im Leipziger Süden gegen Linksextreme vorgehen. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig.

Zahlreiche Leserbriefe zu den Ausschreitungen an Silvester haben die Leipziger Volkszeitung erreicht. Wir veröffentlichen einen Teil davon.

Polizisten sind Opfer einer unfähigen Justiz

Man kann es nicht mehr hören. „Mit aller Härte“ werde der Staat „jetzt“ reagieren. Wo denn? Seit Jahren wird kein einziger Täter gefasst geschweige denn verurteilt. Zerstörte Baustellen, brennende Autos, Bürger, die in ihren Wohnungen überfallen werden. Mir tun unsere Polizisten leid, die jeden Tag ihren Kopf hinhalten müssen für eine Justiz, die offensichtlich unfähig ist, den Rechtsstaat überall durchzusetzen. Und wie immer ist niemand verantwortlich. Nicht Leipzigs OBM Jung (SPD), der die sogenannte „Szene“ immer wohlwollend toleriert hat. Nicht Politiker der Linken mit ihren Aussagen im Netz. Nicht Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) und seine neue Justizministerin von den Grünen. Dieser Staat schützt weder seine Bürger, seine Grenzen, seine Museen noch das Eigentum der Menschen. Die Silvesternacht von Connewitz könnte ein Menetekel sein. Vielleicht schon für die Bürgermeisterwahlen im Februar in Leipzig.

Dr. R. Kühnel, 04109 Leipzig

Langsam macht sich Angst breit

Diese Vorfälle mit Angriffen auf Beamte und mit einem schwerverletzten Polizisten sind eine Schande für unsere Gesellschaft. Leipzigs OBM sagt völlig richtig, dass es hierbei um Menschen geht beziehungsweise ging. Was ungesagt blieb und was von großer Bedeutung für uns alle ist – es war ein Anschlag auf unseren Staat, denn die betroffenen Beamten vertreten den deutschen Staat und sorgen letztendlich für unser aller Sicherheit. Es war in gewissem Sinne ein Terroranschlag. Und es bleibt zu hoffen, dass nicht nur gegen den betreffenden Täter mit aller Härte vorgegangen wird, sondern dass endlich auch konsequent gegen alle diese linken Chaoten ermittelt und vorgegangen wird. Man bekommt langsam den Eindruck, diese Chaoten wollen den Bürgerkrieg und haben damit bereits begonnen. Langsam macht sich in der Bevölkerung Angst breit.

Dieter Poetzsch, 04158 Leipzig

So etwas sollte es Neujahr nicht geben

Die Leipziger SPD-Vize Irena Rudolph-Kokot und die Linken-Abgeordnete Juliane Nagel fallen mit dem betulichen Umkehren der Schuld außer den Polizisten auch den friedfertigen Feiernden in den Rücken. Würden sie sich vor Empörung überschlagen, wenn es die Untaten Rechtsradikaler statt Schein-Linker gewesen wären? Ihre Sorge für das Gemeinwesen müsste sein: Wieso gibt es zu Neujahr Übergriffe, die den Einsatz von Polizisten erfordern, statt dass diese selbst gelassen feiern können?

Ulrich Heinz, per E-Mail

Chaoten mit offenbar blindem Hass

Es ist unerträglich, akzeptieren zu müssen, dass Leipzig zu Silvester erneut solch schlimme Schlagzeilen produziert. Noch schlimmer ist jedoch, dass Chaoten in offensichtlich blindem Hass Menschenleben aufs Spiel setzen. Es erschreckt mich, dass Politiker sich ihrer eigentlichen Vorbildfunktion nicht bewusst sind. Stattdessen wird die eigene Klientel bedient. Egal, was passiert, für Frau Nagel ist stets die Staatsmacht schuld. Kein Bedauern, kein Mitgefühl für das schwerverletzte Opfer und dessen Familie. Kein Hinterfragen auch der eigenen Position. Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Und warum? Vermutlich soll auch hier nur das eigene Direktmandat in eben diesem Wahlkreis verteidigt und die eigene Kariere gesichert werden. Das ist nicht nur billig, sondern auch aufs Schärfste zu verurteilen. Mir stellen sich – nicht nur nach dieser Nacht – folgende Fragen: Warum fühlen sich Menschen in unserer Gesellschaft überhaupt durch die pure Anwesenheit von Polizeikräften provoziert? Warum wirft man ihnen die pure Ausübung ihres Jobs wie das Sichern der öffentlichen Ordnung vor? Warum muss man Polizisten permanent in der Öffentlichkeit beleidigen? Warum scheint dies in unserer Gesellschaft längst akzeptiert? Der Polizei wird gern unangemessenes Verhalten oder überzogene Härte vorgeworfen. Mag sein, dass dies auch immer wieder vorkommt. Das Austauschen von freundlichen Hinweisen scheint jedoch bei Chaoten, ob links oder rechts, kaum möglich.

Bernd Schulze, per E-Mail

Politik hat die Szene groß werden lassen

Wann „kämpft“ denn die Polizei endlich einmal gegen diese linksradikalen Terroristen in Leipzig, die mit Losungen wie „Alle Bullen sind Bastarde“ in Leipzig auch noch öffentlich demonstrieren dürfen und von der Polizei beschützt werden? Statt dessen geht man gegen Polizisten vor, die einen solchen Radikalen auch einmal hart anfassen. Das ganze Übel liegt im Leipziger Rathaus und bei der Justiz, die eine solche Szene viel zu lange haben groß werden lassen und die selbst Angst vor radikalen Maßnahmen gegen sie haben. Die wiederholten Schlagzeilen in den Medien spiegeln doch nur die ganze Ohnmacht und Hilflosigkeit des Staates gegenüber einer solchen radikalen und kriminellen Szene wider.

Der Autor ist uns namentlich bekannt, möchte aber aufgrund des Persönlichkeitsschutzes nicht genannt werden

Erschreckendes Gewaltpotenzial

Ich finde es erschreckend, wie viel Gewaltpotenzial von den Linksextremisten ausgeht. Schon wieder schrecken sie nicht davor zurück, Polizisten mit voller Absicht schwer zu verletzen. Genauso entsetzt bin ich über die Reaktion der Landtagsabgeordneten der Linken, Juliane Nagel. Wer so widerlich die Arbeit der Polizei kritisiert und die Meinung der Linksautonomen vertritt, darf nicht länger als Abgeordnete des Volkes arbeiten. Ihre Meinung, die Polizei hat nichts in Connewitz zu suchen, ist absurd. Die Polizisten verdienen meine Hochachtung. Ständig setzen sie ihr Leben und ihre Gesundheit ein, um für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Genauso befremdlich finde ich den Kommentar der Co-Vorsitzenden der SPD, Saskia Esken. Sie verurteilt erst einmal die Arbeit der Polizei, obwohl sie gar nicht dabei war. Von unseren Politikern erwarte ich, das sie hinter unseren Beamten und Beamtinnen der Polizei stehen und ihnen nicht in den Rücken fallen.

Silke Baumann, per E-Mail

Langjähriger Kuschelkurs

Goethe lässt seinen Zauberlehrling sagen: „Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd’ ich nun nicht los.“ Dieses Zitat müsste auch dem (Religions-) Lehrer Jung bekannt sein, deshalb kann man seiner vorgetragenen Bestürzung über die linken Gewaltexzesse in der Silvesternacht wohl wenig Glauben schenken. Der langjährige Kuschelkurs des Leipziger OBM mit der autonomen linken Szene in Connewitz und sein Schulterschluss mit der die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ablehnenden linksextremen Juliane Nagel im Kampf gegen den Rechtsextremismus schufen erst das politische Fundament für die Vorgänge in Connewitz sowie die dramatische Zunahme linksextremer Straftaten im Jahre 2019. Es ist schon erschreckend, wenn selbst führende SPD-Funktionäre der Stadt Verständnis für die Chaoten aufbringen, indem sie das Vorgehen der Polizei kritisieren.

Dr. Klaus Lindner, 04157 Leipzig

Kritiker müssten selbst einmal in den Einsatz

Alle, die sich über den Einsatz der Polizei am Connewitzer Kreuz aufregen und sich über das Eingreifen der Polizei beschweren, müssten einmal in einer Uniform der Polizei zu solch einem Einsatz in der ersten Reihe mit aufmarschieren. Sie würden ganz schnell ihre Meinung ändern.

Heinz Bonitz, 04552 Borna

Kriminelle, die Leben anderer missachten

Linke Chaoten gegen Polizei, verletzte Polizisten, festgesetzte Angreifer, eigentlich alles wie immer. Doch diesmal diese ernsthaften Angriffe auf das Leben der Polizeibeamten. Diese Unmenschlichkeit, der scheinbare Wille, den anderen nach Möglichkeit schwerst zu verletzen. Und die Politik ? Die üblichen relativierenden Äußerungen und das Verdrehen der Tatsachen, Kritik ... natürlich an der Polizei(taktik). Manchmal wünschte ich mir, eine Horde Rechter hätte dort gewütet, dann würde endlich mal was passieren – Lichterketten, Konzerte ... politisches Handeln. Autonome nennen sie sich. Nein, es sind einfach auch nur Kriminelle, die das Leben anderer Menschen missachten – und ja, Polizisten sind Menschen.

T. Berger, per E-Mail

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Von LVZ

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