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Polizeiticker Leipzig Staatsanwältin: Kind mit Drogen für Missbrauch „bezahlt“
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Staatsanwältin: Kind mit Drogen für Missbrauch „bezahlt“
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23:02 16.04.2019
Der Angeklagte Majid Al-K. verbirgt sein Gesicht. Der 48-Jährige sitzt wegen schwerer Vorwürfe bereits seit Oktober 2018 in Untersuchungshaft. Quelle: Foto: Christian Modla
Leipzig

Vor dem Landgericht Leipzig muss sich seit Dienstag ein 48 Jahre alter Mann wegen schwersten sexuellen Kindesmissbrauchs verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Iraker Majid Al-K. vor, sich über zwei Jahre hinweg an einem minderjährigen unbegleiteten Flüchtling vergangen zu haben.

Zwischen Sommer 2016 und Juli 2018 soll er sich immer wieder mit dem Jungen, einem Syrer, getroffen haben. Die Anklage listet 67 Fälle auf, darunter 36 Vergewaltigungen. Zudem geht es um unerlaubte Abgabe von Betäubungsmitteln an den Teenager, um schweren sexuellen Missbrauch und Körperverletzung. Zur Tatzeit war der Betroffene zwischen 12 und 14 Jahren alt. Der Junge, der ohne Eltern und ohne nahe Verwandte nach Deutschland kam, lebte seinerzeit in einer Einrichtung in Leipzig.

Tatorte: Wäldchen und Wohnung

Wie Staatsanwältin Ingrid Schmitz zum Prozessauftakt sagte, soll der Angeklagte dem Jungen „Geld für Schwarzarbeit angeboten“ haben. Der Junge, der Marihuana nahm, habe dieses nicht finanzieren können. „Diese Situation nutzte der Angeklagte aus“, so die Staatsanwältin. Bei den wiederkehrenden Treffen in einem Wäldchen am Kulkwitzer See sowie in der Wohnung eines Bekannten von Majid Al-K. in der Klingenstraße hätten der Mann und der Junge erst Drogen und Alkohol konsumiert, bevor es zu den sexuellen Übergriffen kam.

Als Gegenleistung habe der Junge einige Male auch zwischen 10 und 20 Euro erhalten. Er hatte sich im Sommer 2018 offenbart. Sein mutmaßlicher Peiniger schweigt bislang. Es gibt noch Prozess-Termine bis Ende Mai.

Von Sabine kreuz

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