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Polizeiticker Leipzig Taucher suchen an früherem Mord-Tatort nach vermisster Yolanda
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Taucher suchen an früherem Mord-Tatort nach vermisster Yolanda
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16:57 18.12.2019
Die Studentin Yolanda Klug aus Leipzig wird bereits seit dem 25. September vermisst. Nun hat die Polizei Parallelen zu einem Mordfall in Halle geprüft. Quelle: Polizei Leipzig
Halle/Leipzig

Am Mittwoch haben Taucher der Polizei erneut in einem Fluss neben der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle nach der vermissten Studentin Yolanda Klug (23) aus Leipzig gesucht. Für viele Hallenser wurden dabei Erinnerungen an einen bis heute ungeklärten Mordfall wach.

Vor gut fünf Jahren wurde im Mühlgraben die Leiche der bulgarischen Studentin Mariya Nakovska gefunden. Die 29-Jährige war beim Joggen am 6. Februar 2014 von einem Unbekannten überfallen, vergewaltigt und erwürgt worden. Am Tatort auf der Ziegelwieseninsel erinnert heute ein Gedenkstein aus Marmor an das Mordopfer. Der Täter konnte trotz eines DNA-Massentests und umfangreicher Ermittlungen nie gefasst werden.

Ermittler prüfen Parallelen

Die Beamten der Leipziger Kripo haben auch mögliche Verbindungen zum Fall der seit inzwischen fast drei Monaten vermissten Yolanda geprüft. „Es liegen momentan keine Anhaltspunkte vor, dass beide Fälle im Zusammenhang stehen“, sagte Andreas Ricken, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, am Mittwoch auf LVZ-Anfrage.

Die Studentin Mariya Nakovska aus Halle wurde 2014 ermordet. Der Täter konnte bis heute nicht gefasst werden. Quelle: Polizei

Zehn Taucher suchten am Mittwoch insgesamt sechs Stunden lang den kleinen Fluss ab – ohne Ergebnis. Warum die Kripo bereits seit Dienstag auf dem Gelände der Burg Giebichenstein und im nebenanliegenden Fluss im Einsatz war, dazu wollte Ricken auch am Mittwoch keine konkreten Angaben machen. Die bisherigen Ermittlungen hätten Anlass dafür gegeben, teilte er lediglich mit.

Yolanda wollte nach Halle fahren

Einen möglichen Hinweis enthält der Fahndungsaufruf der Polizei, der bereits Ende September kurz nach dem Verschwinden von Yolanda veröffentlicht wurde. Darin hieß es, dass sich Yolanda am Abend ihres Verschwindens mit einer Freundin treffen wollte, um zu einer Hochschulveranstaltung nach Halle zu fahren. Dort kam sie aber offenbar nie an. Nachdem Yolanda am 25. September ihre WG im Zentrum-Süd verließ, um zu Ikea in Günthersdorf zu fahren, verliert sich ihre Spur.

Polizeitaucher suchen im Mühlgraben an der Burg Giebichenstein in Halle nach der vermissten Studentin Yolanda aus Leipzig. Quelle: Silvio Bürger

Offenbar war Yolandas Ziel am Abend die Burg genannte Kunsthochschule. Der Campus am Neuwerk grenzt direkt an den Fluss an. Dort fand am 25. September unter anderem ein Workshop für Studieninteressierte statt. Staatsanwalt Andreas Ricken erklärt dazu: „Die Hochschule ist momentan die einzige relevante für unsere Ermittlungen.“ Yolanda, die aus Baden-Württemberg stammt, ist derzeit an der HTWK in Leipzig im Fach Architektur eingeschrieben.

Die Kripo ermittelt bereits seit Oktober in dem Fall wegen eines Straftatverdachts, schließt aber auch ein Unglück nicht aus. Die Studentin litt zuletzt an spontanen Ohnmachtsanfällen. „Wir ermitteln weiter in alle Richtungen“, betonte Ricken.

Von Robert Nößler

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