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Polizeiticker Leipzig Terror-Abwehrzentrum ermittelt nach Anschlag auf Bahnbaustelle in Leipzig
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Terror-Abwehrzentrum ermittelt nach Anschlag auf Bahnbaustelle in Leipzig
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16:03 05.02.2019
Fünf Baufahrzeuge brannten in der Nacht zu Sonntag im Leipziger Nordwesten. Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum hat nun die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Quelle: Einsatzfahrten Leipzig
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Leipzig

Nach dem Brandanschlag auf fünf Baufahrzeuge am Wochenende im Leipziger Nordwesten hat das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des sächsischen Landeskriminalamts die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Ein politisch motivierter Hintergrund der Tat könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Unbekannte hatten am späten Samstagabend in der Nähe des Heuwegs im Auwald die Fahrerkabinen von zwei großen Baggern, einer Planierraupe und zwei Minibaggern in Brand gesetzt. Die Höhe des Sachschadens wird inzwischen mit rund einer Million Euro angegeben. Zunächst war von mehreren Hunderttausend Euro die Rede gewesen. Auf dem Areal nahe der Weißen Elster wird derzeit eine Eisenbahnbrücke erneuert. Die beiden angezündeten Minibagger wurden durch den Brand komplett zerstört, die Fahrerkabinen der anderen Baumaschinen stark beschädigt.

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Die beiden angezündeten Minibagger wurden durch den Brand komplett zerstört Quelle: Kempner

Polizei sucht Zeugen und Hinweise

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Derzeit werden die Fahrzeuge kriminaltechnisch untersucht. Um den Fall aufklären zu können, bitten die Ermittler um Hilfe aus der Bevölkerung. Es werden Zeugen gesucht, die am Samstagabend gegen 23.30 Uhr im Bereich rund um den Heuweg verdächtige Personen und Fahrzeuge gesehen haben oder andere Hinweise geben können. Informationen nimmt die Kriminalpolizei in der Dimitroffstraße 1 in Leipzig (Tel. 0341 / 96 64 66 66) oder jeder anderen Polizeidienststelle entgegen.

Bislang gibt es in dem Fall kein Bekennerschreiben. Einen Bezug zur Schließung des „Black Triangle“ hält die Polizei für möglich. Das von der linksalternativen Szene besetzte ehemalige Bahn-Umspannwerk im Leipziger Süden war vor gut drei Wochen von der Polizei geräumt und der Bahn übergeben worden. Im Anschluss gab es mehrere Angriffe auf Bahnanlagen und -dienstfahrzeuge, zu denen sich Linksautonome später im Internet bekannten. In einem anonymen Posting auf Indymedia wurde „eine Million Sachschaden für die Räumung des Black Triangle“ als Rache angedroht.

Von nöß