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Polizeiticker Leipzig Tödlicher Unfall in Rückmarsdorf: Urteil gegen Bauleiter rechtskräftig
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Tödlicher Unfall in Rückmarsdorf: Urteil gegen Bauleiter rechtskräftig
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08:01 23.01.2020
Das Unglück geschah am 17. Februar 2016 in Leipzig-Rückmarsdorf: Diese Wand aus Gasbetonsteinen kippte plötzlich um und begrub einen Arbeiter unter sich. Er war sofort tot. Quelle: Armin Kühne (Archiv)
Leipzig

Erst vier Jahre nach einem tödlichen Arbeitsunfall in Leipzig-Rückmarsdorf ist der Schuldspruch jetzt rechtskräftig geworden. Der wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Bauleiter Reinhard S. (66) zog seine Berufung ohne Angabe von Gründen wieder zurück, wie der Sprecher des Landgerichts, Hans Jagenlauf, auf Anfrage sagte.

Dänisches Bettenhaus geplant

Das Amtsgericht hatte den Bauleiter im Mai 2019 zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Es hielt ihn – so wie auch die Staatsanwaltschaft – wegen Pflichtverletzungen für schuldig. Es sei eindeutig seine Aufgabe gewesen, für Sicherungsmaßnahmen oder aber einen Baustopp zu sorgen.

17. Februar 2016 in Leipzig-Rückmarsdorf: Beim Einsturz dieser Mauer wird ein Bauarbeiter verschüttet. Die Kripo ermittelt. Quelle: Armin Kühne (Archiv)

Ein Subunternehmen hatte schneller als zunächst geplant Mauern für ein künftiges Dänisches Bettenhaus an Eschenweg und Miltitzer Straße hochgezogen – allerdings ohne jegliche Stützen oder Sicherungen der Wände. Als ein 46 Jahre alter Arbeiter am 17. Februar 2016 mit einer Rüttelplatte den Boden verdichtete, kippte eine knapp fünf Meter hohe Wand aus Gasbetonsteinen um und erschlug ihn.

Auf Subunternehmer verlassen

Noch in erster Instanz wies der Bauleiter eine strafrechtliche Verantwortung zurück. Er habe sich auf den Subunternehmer verlassen, dass dieser die Stützen anbringt. Zudem habe es an dem Tag einen starken Sturm gegeben.

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Von S. K.

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